Berlin-Charlottenburg : Ein Museum für Hertha BSC unter dem Glockenturm

Seit vielen, vielen Jahren schon gibt es die Idee: ein kleines Museum für die alte Hertha. Der Klub ist ja immerhin gut 120 Jahre alt. Jetzt scheint eine Lösung in Sicht.

Karoline Kuhla, Michael Rosentritt
Durch die Mauer geeinigt - und dann wieder getrennt. Im Januar 1990, kurz nach dem Mauerfall, fand ein einzigartiges Freundschaftsspiel zwischen Hertha BSC und der FC Union im Olympiastadion statt. Der Fußball war dabei Nebensache.Weitere Bilder anzeigen
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30.10.2015 11:12Durch die Mauer geeinigt - und dann wieder getrennt. Im Januar 1990, kurz nach dem Mauerfall, fand ein einzigartiges...

Die Tribünengebäude am Maifeld unterhalb des Glockenturms sollen zu einem Sportmuseum umgebaut werden, in dem auch Hertha BSC einen Raum erhält. Andreas Tosberg, Referatsleiter der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, bestätigte dem Tagesspiegel, dass ein Umbau der betroffenen Räume geplant ist: „Wir wollen dem Gelände so Leben einhauchen und einen neuen Museumsschwerpunkt entstehen lassen.“ Die bereits bestehende Ausstellung des Deutschen Historischen Museums werde integriert. Ein Raum des neuen Sportmuseums soll dem Fußball gewidmet werden, nach bisherigen Planungen werde dieser Raum Hertha BSC zur Verfügung gestellt.

Baubeginn fürs Hertha-Museum ist 2014

„Bisher ist aber noch nicht sicher, ob vielleicht auch der DFB oder der 1. FC Union mit einsteigen“, sagt Tosberg. Insgesamt seien für das Bauvorhaben sieben Millionen Euro veranschlagt, davon würden 1,15 Millionen aus EU-Mitteln finanziert, 1,8 Millionen kämen aus Lotto-Mitteln, der Rest sei eine Investition des Landes Berlin. Der Baubeginn ist für kommendes Jahr geplant, 2016 oder spätestens 2017 sollen die Räume fertig gestellt sein. 2017 feiert Hertha BSC sein 125-jähriges Bestehen; gegründet wurde der Verein 1892.

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Wer in der Westkurve im Oberring übrigens nach ganz oben stiefelt und sich in der letzten Reihe auf den Klappstuhl stellt, sieht einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter Spandau. Wäre das Dach hier oben geschlossen, sähe man den nicht (und müsste stattdessen immer Hertha da unten guckt, was nicht immer ein Vergnügen ist, wie wir wissen).Weitere Bilder anzeigen
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19.05.2017 16:01Wer in der Westkurve im Oberring übrigens nach ganz oben stiefelt und sich in der letzten Reihe auf den Klappstuhl stellt, sieht...

Hertha-Ikone Erich Beer schaltete die Website frei

Für Hertha würde eine museumsreife Suche nach einem geeigneten Standort zu Ende gehen. Am Montag will Bernd Schiphorst auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten dazu etwas sagen. Als Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins ist er jahrelanger Förderer dieses Projekts. Bereits im September 2007 hatte er symbolisch den ersten Spatenstich vollzogen. Doch wirklich Reelles ist in der Zwischenzeit nicht passiert, sieht man mal davon ab, dass er zusammen mit Hertha-Ikone Erich Beer im Mai 2009 die Website eines Hertha-Museums freigeschaltet hat.

Bisher fehlten die Mittel für das Museum unterm Glockenturm

Bisher, insbesondere aber wegen zweier sportlicher Abstiege des Vereins in die Zweite Liga, fehlten die finanziellen Mittel für ein solches Projekt in Alleinregie. Entweder man mache es richtig oder gar nicht, war stets Schiphorsts Denke. Für das Museum brauche man entweder einen Sponsor oder sportlichen Erfolg, hatte Schiphorst seinerzeit gesagt. Der Verein selbst stellt Mittel aus der Hertha-Stiftung zur Verfügung.

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