Berlin-Lichtenrade : Dresdner Bahn: Sie bauen nicht, aber sie reden

Soll die Dresdener Bahn unterirdisch oder hinter einer Lärmschutzmauer durch Lichtenrade fahren? Darüber gibt es seit Jahren Streit, doch jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen.

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Erst Anfang September demonstrierten Anwohner für einen Tunnel in Lichtenrade.
Erst Anfang September demonstrierten Anwohner für einen Tunnel in Lichtenrade.Foto: Theo Heimann

In den seit 15 Jahren stockenden Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade kommt jetzt doch Bewegung. Der Bund, der die Position der Bahn vertritt, die neuen Gleise ebenerdig zu legen, und der Senat, der wie Bürgerinitiativen einen Tunnel will, werden jetzt immerhin miteinander sprechen. Aber auch das ist kompliziert: Nach Angaben der Senatsverkehrsverwaltung hat sich Staatssekretär Christian Gaebler seit Wochen vergeblich um ein Gespräch mit seinem Kollegen Michael Odenwald aus dem Bundesverkehrsministerium bemüht. Dieser wiederum hat jetzt Verkehrssenator Michael Müller (SPD) zu einem Gespräch aufgefordert. Nun soll es zu der Runde kommen, egal, wer dann mit wem spricht.

Für einen Tunnel in Lichtenrade gäbe es auch Geld vom Senat

Berlin ist bereit, einen Anteil beim Tunnelbau zu übernehmen, falls die Bahn und der Bund dem Projekt zustimmen. Würde die Bahn von der Genehmigungsbehörde oder vor Gericht gezwungen, unter die Erde zu gehen, gäbe es kein Geld vom Senat. Der Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak (CDU) fordert Verhandlungen, wie die Mehrkosten für den Tunnel zwischen Bund, Bahn und Berlin aufgeteilt werden können. Ein Bau würde das Vorhaben aber weiter verzögern.

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