Berlin-Moabit : Antisemitische Schmiererei in Moabit

Ein an den Holocaust erinnerndes Schild ist nahe des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit besudelt worden.

Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Ein von der Initiative "Sie waren Nachbarn" am 21. Juli in der Ellen-Epstein-Straße in Moabit aufgestelltes Schild, das an den Holocaust erinnert, ist in der Nach zu Sonnabend von Unbekannten mit schwarzer Farbe beschmiert worden. „Von hier fuhren Züge ins Gas“, steht in schwarzen Lettern auf dem gelben Schild der Initiative. Schwarze Farbe wurde darüber ausgegossen, das Wort "Gas" durchgestrichen

Die Straße verläuft parallel zum ehemaligen Moabiter Güterbahnhof, von dem über 30 000 Berliner Juden in die Vernichtungslager transportiert worden waren. Auch die Pianistin Ellen Epstein wurde im Herbst 1942 von Moabit aus deportiert und starb wenig später bei Riga. Auf der nahen Putlitzbrücke erinnert seit 1987 ein Mahnmal an die Deportationen, auch dieses wurde wiederholt Ziel von Anschlägen.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Tsp

 

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