Berlin : Berlins Tokio Hotel

Gregor Andréewitch übernimmt das Waldorf.

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Foto: promo
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Hoteldirektoren sind bewegliche Persönlichkeiten, rund um die Welt zuhause – und deshalb auch viel unterwegs. Im Waldorf-Astoria am Zoo verabschiedet sich Friedrich W. Niemann überraschend schnell, um die Leitung des Hilton-Hotels in Frankfurt am Main zu übernehmen, nun steht auch sein Nachfolger ab Oktober fest: Es handelt sich um den Österreicher Gregor Andréewitch, der bislang General Manager des „Conrad“ in Tokio ist und in dieser Funktion auch schon in Chicago und London tätig war. „Er hat ein tiefes Verständnis des Luxushotelmarktes und weiß, wie sich die Top-Hotels von Hilton Worldwide unter den Wettbewerbern hervorheben“, rühmt ihn Jan-Jochem Sleiffer, der zuständige Vice President bei Hilton.

Diese Fähigkeiten könnten auch nützlich sein, denn in der Branche gilt es als offenes Geheimnis, dass das neue Luxushotel die großen Erwartungen bislang nicht erfüllt hat. Es sollte die wichtigste Lokomotive für den Aufschwung der City West sein, scheint aber bislang eher in deren fortdauernden Abschwung verstrickt zu sein. In der Gastronomie wurden bereits harte Personaleinschnitte vorgenommen: Das von Pierre Gagnaire geführte Restaurant „Les Solistes“ ist mittags nicht mehr geöffnet.

Und der Preiskampf tobt. Die Suchmaschine HRS bietet im Waldorf beispielsweise für nächsten Donnerstag ein Doppelzimmer ohne Frühstück für 126 Euro an, das ist ziemlich genau der gleiche Preis, den auch die Nachbarn Intercontinental, Palace und Bristol Kempinski aufrufen; Steigenberger und Schweizerhof liegen noch einmal fast 20 Euro drunter. In Mitte läuft es deutlich besser: Spitzenreiter Adlon verlangt 290 Euro, was im internationalen Vergleich aber ebenfalls billig ist. Bernd Matthies

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