David Garrett zu Hause in Berlin : Geigen mit Pyrotechnik

Von Beethoven bis Miley Cyrus: Am Dienstagabend tritt Geiger David Garrett in der Waldbühne auf, da dürfen Spezialeffekte und Pyrotechnik nicht fehlen. Berlin ist für Garrett sein zweites Zuhause.

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David Garrett tritt am Dienstagabend auf der Waldbühne auf.
David Garrett tritt am Dienstagabend auf der Waldbühne auf.Foto: Patrick Seeger/dpa

Im Hintergrund erheben sich der Fernsehturm und das Hotel Park Inn am Alex. Geiger David Garrett schreitet die Straße hinab, mit Sonnenbrille, Anzug in Schlangenleder-Optik, darunter ein weit ausgeschnittenes T-Shirt.

„Ein kleiner Vorgeschmack von meinem Foto-Shooting heute“, schreibt er zu dem Schwarz-Weiß-Bild auf Twitter. Garrett ist gern in Berlin, das soll jeder sehen. „Ich bin ein großer Fan von Mitte. Dort habe ich beruflich viel zu tun“, erzählt er am Telefon von Manhattan aus.

Bekannt ist Garrett nicht nur für seine wallende Mähne, sondern auch für Shows im „Big, bigger, biggest“-Format, wie es seine PR-Agentur bescheiden umschreibt. Das heißt: Spezialeffekte, Pyrotechnik, Tänzer – da treten Garretts Geigenklänge glatt in den Hintergrund.

Am heutigen Dienstagabend dürfen sich die Berliner bei Garretts Show „Classic Revolution“ in der Waldbühne ein Bild davon machen. Dort gefällt es Garrett so gut, dass er beim Spielen manchmal eine Gänsehaut bekommt – auch ohne offenes Hemd. „Als Künstler hat man eine wunderbare Aussicht, und die Sonnenuntergänge sind wahnsinnig inspirierend“, schwärmt Garrett.

Ein bisschen Berlin: Elektro auf neuem Album

Am liebsten spricht er natürlich über die anstehende Show. Da will er neben Beethoven und Mozart auch Songs von Robbie Williams, Miley Cyrus und Bon Jovi interpretieren. Würde denn ohne Tamtam und Spezialeffekte keiner kommen? „Die Leute kommen, um mich zu sehen. Dabei geht es nicht unbedingt um die Größe des Arrangements – aber der Anspruch ist schon, etwas Tolles, Einzigartiges auf die Bühne zu stellen“, sagt Garrett. Die Möglichkeit, „richtig abzurocken“, müsse gegeben sein. Die Größe des Publikums, beteuert Garrett, spielt für ihn aber keine Rolle. „Ich würde auch im Club für zwei Personen spielen.“

Ein Highlight für den Weltenbummler Garrett ist es, wieder in seiner Berliner Altbauwohnung zu sein und durch den Tiergarten zu joggen. Seine Mutter wohnt nicht weit, die Philharmonie ist ebenfalls um die Ecke. „Meine Bleibe in Berlin habe ich seit einigen Jahren. Von hier aus kann ich Russland, die Türkei oder auch Asien bereisen und muss nicht so weit fliegen wie von New York.“

Seine Liebe zur Hauptstadt wird sich auch auf Garretts neuem Album zeigen: Da hat er als typische Berliner Spezialität ein paar Elektroklänge eingebaut.

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