• Debatte über palästinensisches Kulturfestival: Israelische Künstler unterstützen Ballhaus Naunynstraße

Debatte über palästinensisches Kulturfestival : Israelische Künstler unterstützen Ballhaus Naunynstraße

Israel-Hass oder legitime Kritik? In der Kontroverse um ein palästinensisches Kulturfestival im Ballhaus Naunynstraße melden sich nun in einem offenen Brief 85 israelische und jüdische Kulturschaffende zu Wort.

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In der Kontroverse um ein palästinensisches Kulturfestival im Ballhaus Naunynstraße melden sich nun in einem offenen Brief 75 israelische und jüdische Kulturschaffende zu Wort. Foto: dpa
In der Kontroverse um ein palästinensisches Kulturfestival im Ballhaus Naunynstraße melden sich nun in einem offenen Brief 75...Foto: dpa

In einem offenen Brief hat eine Gruppe von 85 israelischen und jüdischen Kulturschaffenden und Aktivisten mehreren "Organisationen, Journalisten und Politikern" vorgeworfen, das Recht auf freie Meinungsäußerung in Bezug auf den Israel-Palästina-Konflikt in Frage zu stellen. Die Gruppe zeigte sich "entsetzt" darüber, dass "kritische Äußerungen zu Israels Besatzungspolitik" als "Israel-Hass" gebrandmarkt würden.

Weil die Veranstaltung im Kreuzberger Veranstaltungshaus mit öffentlichen Geldern aus der Senatskasse gefördert wurde, hatten Abgeordnete von Linkspartei, Grünen, CDU und FDP die Äußerungen kritisiert und die Senatskanzlei dazu aufgefordert, die Mittelvergabe nachträglich zu prüfen.

Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hatte den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, in einem Brief dazu aufgefordert, die Förderpolitik zu überprüfen.

Die Aktivisten-Gruppe sieht in dieser Kritik nun einen Zensur-Versuch: "Als Juden und Israelis, die nicht umhin können, sich mit dem Themenkomplex Nahost zu beschäftigen und sich von den Entwicklungen in der Region stets betroffen fühlen, empfinden wir solche Rufe nach Einschränkung der Meinungsfreiheit als extrem bedrohlich und auch gegen unsere eigene künstlerische und akademische Freiheit gerichtet", heißt es in dem Brief.

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