"Eiserne Knirpsenkabine" in Köpenicker Klinik : Von Geburt an Union

In der Köpenicker DRK-Geburtsklinik gibt es jetzt ein Familienzimmer in rot-weiß - Fanbetreuung ab der ersten Stunde. Eine Glosse.

Ein erfolgreiches Team: Ritter Keule, Sarah Schatton mit Baby Leonard, Vater Richard und Rainer Wieth, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der DRK Kliniken Berlin-Köpenick.
Ein erfolgreiches Team: Ritter Keule, Sarah Schatton mit Baby Leonard, Vater Richard und Rainer Wieth, Chefarzt der Klinik für...Foto: DRK-Kliniken

Früher gingen die Leute in die Kirche, ließen sich taufen, trauen und beerdigen. Heute macht das alles Union, zumindest für die Südost-Berliner. Wer nicht im Verein ist, noch nie andächtig den samstäglichen Stadiongesängen lauschte, regelmäßig das Weihnachtssingen verpasst, gehört eben nicht zur Gemeinde, muss sich ohne seelischen Beistand des Fanbeauftragten durchs Leben schlagen. Hart ist das, wenn fußballgottlose Eltern ihren Kindern diese Integrationsleistung vorenthalten.

Die DRK-Geburtsklinik Berlin-Köpenick hat jetzt die „Eiserne Knirpsenkabine“ eingerichtet, damit der Nachwuchs direkt nach Abnabelung mitbekommt, wo er hineingeboren wurde, Eisern Unionland halt, die Welt rot-weiß gestreift. Die Mannschaft präsentiert sich beim Anpfiff in die erste Saison für Neuzugang Baby Leonard in Top-Verfassung, wie das Foto weiter unten dokumentiert. Gendermäßig ist das Kabinenpersonal in Köpenick leider nicht auf Höhe der rot-rot-grünen Koalition.

Gendermäßig leider nicht ganz korrekt

Von Knirpsenkabine zu sprechen, schließt weibliche Neuankömmlinge pauschal von der neuen Dienstleistung aus. Auch das übermittelte Statement von Mutter und Fußballerin Sarah Schatton hilft da nicht weiter: „Vor allem dem stolzen Vater Richard – natürlich Eisern-Union-Mitglied – war es wichtig, dass Mutter und Kind im Familienzimmer in Rot-Weiß empfangen und betreut werden.“

Hertha muss jetzt nachziehen. Natürlich politischkorrekt-genderneutral. So was wie Hahohe-Team U1. Neben der richtigen Beflaggung sollte auch echter Stadionsound die Vereinsbabys begrüßen.

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