FDP Steglitz-Zehlendorf : Liberale Machtkämpfe

Im Ortsverband „Wildwest“ der 400 Mitglieder zählenden FDP Steglitz-Zehlendorf rumort es. Nun wurde Sebastian Czaja zum Ortsverbandschef gewählt.

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Sebastian Czaja kann nun jubeln: Er ist neuer Ortsverbandschef.
Sebastian Czaja kann nun jubeln: Er ist neuer Ortsverbandschef.Foto: Jörg Carstensen/dpa

Im Ortsverband „Wildwest“ der 400 Mitglieder zählenden FDP Steglitz-Zehlendorf rumort es. Die einen sagen, dass um die Vorstandsbesetzung gekungelt wird – zwischen FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja und Detlef Untermann, einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden des 120 Mitglieder zählenden Ortsverbands. Die anderen sagen, dass einige ältere Mitglieder nicht verstanden haben, dass die Partei modernisiert gehöre und mehr Dialoge führen müsse. Am Montagabend wurde Czaja zum neuen Ortsverbandschef gewählt.

Seit Anfang des Jahres läuft eine Sonderprüfung der Kasse. Denn offenbar haben Mitglieder ihre Beiträge nicht mehr gezahlt. Und es soll dort auch Mitglieder geben, die seit Jahren nur 5 Euro Mitgliedsbeitrag pro Monat zahlen statt dem üblichen Mindestbeitrag von 8 Euro. Diese Mitglieder wiederum sollen einer Gruppe zuzuordnen sein, die mehrfach vergeblich versucht hatten, führende Positionen im Kreisverband zu erhalten. Es gibt wiederum Anfeindungen, wonach diverse Anträge vom Ortsvorstand nicht bearbeitet wurden.

Die FDP-Kreischefin Mathia Specht-Habbel betont, jeder Ortsverband arbeite „autonom“. Es könne schon mal sein, dass Anträge nicht sofort bearbeitet würden. „Es gibt zurzeit viele neue Mitglieder, die in der Partei aufgenommen werden.“ Und dass mehrere Familienmitglieder in ein- und demselben Ortsverband aktiv sind, sei nun nichts außergewöhnliches. Czaja-Gegner kritisieren, dass seine Ehefrau ebenfalls im Vorstand des Ortsverband Wildwest aktiv sei.



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