Filmstadt Berlin : Der NSU-Film: Wir verlosen Karten

Premierenreigen: „Bach in Brazil“ im Kant, „The Jungle Book“ im Zoo-Palast - und für die Premiere eines ARD-Films zur NSU sind Freikarten zu gewinnen.

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Beate Zschäpe, eines der Gesichter des NSU.
Beate Zschäpe, eines der Gesichter des NSU.Foto: dpa

Ausgerechnet Bückeburg, dazu noch dessen von einem Park umgebenes Palais. In der Wohlfühlkomödie „Bach in Brazil“ Ort von Anfang und Schluss der Geschichte um Marten Brückling, einen ehemaligen Musiklehrer. Edgar Selge spielt ihn, auch er hat eine besondere Beziehung zu Bückeburg. Wie die Hauptfigur sei er dort aufgewachsen, erzählte er in einem Interview. Palais mit Park seien ihm sehr nah: „Im Park ist ein Bruder von mir tödlich verunglückt, 1949, als er dort eine Handgranate aus dem Krieg gefunden hat... – und als ich nun das Drehbuch gelesen habe, dachte ich: ,Das ist doch verrückt, dass ein Film genau an diesem Ort spielt.’“ Ob ihn dies behindert oder beflügelt habe? Er wisse es „gar nicht genau“. Aber der Film, der an diesem Montag im Kant-Kino Premiere hat, heißt ja auch nicht „Bach in Bückeburg“, sondern „Bach in Brazil“. Dorthin, in die Barockstadt Ouro Preto, reist der Musiker, um ein Erbe zu übernehmen: eine Originalabschrift einen Blattes von Johann Sebastian Bach, angefertigt von dessen jüngstem Sohn. Dumm nur, dass es ihm bald gestohlen wird. Gut dagegen, dass er Candido trifft, der in der örtlichen Jugendstrafanstalt arbeitet und helfen will – sofern Marten den Kindern Bach beibringt.

Anruf in Bückeburg Edgar Selge spielt in "Bach in Brazil" einen ehemaligen Musiklehrer.
Anruf in Bückeburg Edgar Selge spielt in "Bach in Brazil" einen ehemaligen Musiklehrer.Foto: NFP

Klassik trifft also auf Samba. Es ist das Spielfilmdebüt von Regisseur und Autor Ansgar Ahlers, der ebenso erwartet wird wie Franziska Walser, Peter Lohmeyer, die brasilianischen Darsteller Aldri Anunciação, Dhonata Augusto und Julia de Mattos und eben Edgar Selge, der sich, um einen Musiklehrer zu spielen, gar nicht verbiegen musste. Musik sei existenziell für ihn wie auch für seine Herkunftsfamilie, sagt er. Der Vater wäre gern Pianist geworden und machte zeitlebens Musik, auch wenn er später ein Jugendgefängnis leitete. Einer der Brüder wurde Cellist, und Selge studierte zeitweise Klavier.

Ohne Musik geht es auch in „The Jungle Book“ nicht, Remake des Disney-Klassikers von 1967. Am 5. April ist Premiere im Zoo-Palast mit den Synchronsprechern Joachim Król, Ben Becker, Heike Makatsch, Jessica Schwarz, Justus von Dohnányi, Christian Berkel und Armin Rhode. Dieser hat die Rolle von Balu übernommen und darf nun wie einst Edgar Ott den besten Song darbieten: „Probier’s mal mit Gemütlichkeit.“

Die Verlosung zum NSU-Film

Zehn Morde, zehn Banküberfälle, zwei Bombenanschlage – das ist die Bilanz der Terrorgruppe NSU. Die ARD widmet den dunklen Ereignissen die Spielfilmtrilogie „Mitten in Deutschland: NSU“, die am 20. März sowie am 4. und 6. April ausgestrahlt wird. Am 17. März ist Premiere im ARD-Hauptstadtstudio, Wilhelmstraße 67a, mit zahlreichen Darstellern. Gezeigt werden Teil 2 („Die Opfer“) und die Trailer der anderen Teile.

Der Tagesspiegel verlost dazu 3 x 2 Freikarten. Wer Interesse hat, maile bis 14. März, 15 Uhr, an verlosung@tagesspiegel.de, Stichwort „NSU“. Bitte Telefonnummer nicht vergessen.

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