Flüchtlingsunterkunft in Hellersdorf : Betreiber droht Helfern mit Unterlassungsklage

Der Heimbetreiber PeWoBe hat den Verein "Hellersdorf hilft" abgemahnt. Der hatte zuvor die Zustände in einem PeWoBe-Heim kritisiert.

Julia Dziuba
Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Im Streit um die Flüchtlingsunterkunft in Marzahn-Hellersdorf hat der Betreiber den Verein "Hellersdorf hilft" abgemahnt. Dies bestätigte der Anwalt der Professionellen Wohn- und Betreibergesellschaft (PeWoBe) am Mittwochnachmittag. Der Verein hatte zuvor wiederholt unzumutbare Wohnbedingungen in der Unterkunft kritisiert.

Außergerichtliche Einigung in Sicht

Die integrationspolitischen Sprecher Canan Bayram (Grüne), Hakan Taş (Linke) und Fabio Reinhardt (Piraten) kritisierten das Vorgehen der PeWoBe. Statt die Vorwürfe aufzuklären, versuche der Betreiber, den Verein mundtot zu machen, sagten sie. Die ehrenamtlichen Helfer wollten keine juristische Auseinandersetzung eingehen.

Bayram, Taş und Reinhardt plädierten dagegen für eine Auflösung des Betreibervertrags. "Die Vorwürfe der Bewohnerinnen und Bewohner müssen lückenlos aufgeklärt, die beschriebenen Mängel schnellstmöglich abgestellt werden", forderten sie.


» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

2 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben