Berlin : Flughafenchef verliert Kompetenzen Rainer Schwarz soll Bereich Finanzen abgeben

Foto: dapd Foto: dapd
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Schönefeld - Als Konsequenz aus dem Debakel um den Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld soll der umstrittene Flughafenchef Rainer Schwarz die Kompetenz und Zuständigkeit für die Finanzen verlieren. Das bestätigten Kreise der Flughafengesellschaft und der Aufsichtsräte. Dem Vernehmen nach wird die Geschäftsführung erweitert. Die Gesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg wollen einen zusätzlichen Geschäftsführer berufen, der sich allein um die Finanzen des künftigen Airports BER kümmern soll. Schwarz soll aber Sprecher der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft bleiben und für den Flugbetrieb in Tegel und Schönefeld weiter zuständig sein. Auch das „Non-Aviation-Geschäft“, die Einnahmen durch Handel und Gastronomie auf den Flughäfen, soll er hauptverantwortlich behalten.

Der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, wollte am Freitagabend zu der Personalie nichts sagen und verwies auf die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und den Bund. Für Fragen der Geschäftsführung seien diese zuständig. Berlins Senat wiederum blockte am Freitag ab. Senatssprecher Richard Meng: „Das ist pure Spekulation.“

Die „Rheinische Post“ nannte den Finanzchef des Münchner Flughafens, Thomas Weyer, als Kandidaten für den neuen Posten in Berlin. Weyer war bis 2008 der Technikchef der Berliner Flughäfen. Der Wechsel von Weyer zum inzwischen entlassene Ex-Technik-Chef Manfred Körtgen während des Flughafenbaus wurde schon damals als nicht unproblematisch angesehen. Vor einer Woche verschob der Aufsichtsrat die Eröffnung des neuen Flughafens BER ein drittes Mal. Nun soll er am 27. Oktober 2013 starten. Die Kosten haben sich von einst geplanten 2,4 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro erhöht. Nach Auskunft des neuen Technikchefs Horst Amann gerieten die Kosten kurz vor dem geplanten Eröffnungstermin am 3. Juni teils außer Kontrolle. axf/cs/dpa

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