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Freibäder in Berlin : Der Sommer geht in Verlängerung, die Bädersaison auch

Sommer im September - Jetzt bleiben manche Freibäder doch länger geöffnet. Aber die richtigen Auskünfte zu bekommen, ist nicht immer einfach.

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Das Freibad Berlin- Friedrichshagen.
Das Freibad Berlin- Friedrichshagen.Foto: Thilo Rueckeis HF

Der September verspricht noch einige hochsommerliche Tage. Deshalb bleiben acht Freibäder der Berliner Bäder-Betriebe länger geöffnet als ursprünglich geplant: Bis zum 11. September kann man in den Sommerbädern Olympiastadion und Neukölln schwimmen, bis 17. September ist das Strandbad Wannsee geöffnet und bis zum 18. September das Prinzenbad sowie die Sommerbäder der Kombibäder Seestraße, Mariendorf (Ankogelweg), Gropiusstadt und Spandau Süd.

Hoch "Harald" bringt Sonne und Wärme

Die Nacht zum meteorologischen Herbstbeginn am heutigen Donnerstag war zwar die vorerst kälteste, sagt Heiko Wiese vom Berliner Wetterdienst Meteogroup. Ihre Nachfolger werden sommerlich lau und die nächsten Tage – dank Hoch „Harald“ – sowieso schön warm und sonnig.

Schade nur, dass sich die Berliner Bäderbetriebe im Gegensatz zu den Temperaturen offenbar gar nicht aus ihrem diesjährigen Sommer-Tief erheben können. Das mussten gestern jedenfalls einige Anrufer erleben, die einfach nur wissen wollten, welche Freibäder sie bei dem schönen Wetter noch besuchen können. „Alle haben bis zum 4. September geöffnet“, teilte der freundliche Mann in der Hotline mit. „Das kann nicht sein“, sagte ein Anrufer: „Das Sommerbad Mariendorf hat definitiv zu.“ „Moment“, bekam er zur Antwort: „Da muss ich nachschauen. Ja, tatsächlich. Hat zu!“

Verwirrung im Netz

Was mit Grünau sei, wollte der Anrufer wissen. „Ab 1. September zu“, sagt der Hotline-Mann. Und Lübars? Auch zu. „Wieso sagen Sie dann, dass alle bis zum 4. September geöffnet haben?“ Die Stimme wird einen Tick unfreundlicher: „Da habe ich Ihnen eben einfach eine falsche Auskunft gegeben, deshalb müssen Sie sich doch nicht gleich aufregen. In welches Freibad wollen Sie denn nun?“

Der Anrufer startet einen letzten Versuch: „Strandbad Friedrichshagen?“ Der Hotline-Mann kennt keine Zweifel: „Hat definitiv nur bis zum 31. August geöffnet. Steht auch so auf der Homepage der Berliner Bäder-Betriebe.“

Stimmt. Steht dort. Ist aber trotzdem falsch. „Wir haben bis 18. September geöffnet“, heißt es in Friedrichshagen. Warum steht das dann falsch im Netz? Lapidare Reaktion der Kundenbetreuerin der Bäder-Betriebe: „Woher sollen wir denn wissen, dass die in Friedrichshagen noch geöffnet haben? Da müssten die uns mal Bescheid geben ...“

Nicht gerade kundenfreundlich

Die Dame im Strandbad Friedrichshagen ist genervt: „Was geht uns die Homepage der Bäder-Betriebe an?“, sagt sie. Die Feststellung des Anrufers, dass dies alles nicht gerade kundenfreundlich sei, kommentiert sie mit den Worten: „Ganz genau. So sieht’s aus.“

Was bleibt also den Berlinern, die schon im Sommer mehr als einmal vor geschlossenen Frei- oder Hallenbädern standen? Da offenbar weder der Homepage noch der Service-Hotline der Berliner Bäder-Betriebe zu trauen ist, sollte man sich besser gleich direkt an das Bad seines Vertrauens wenden.

Noch sicherer ist wohl, sich zu einem der vielen schönen Berliner und Brandenburger Seen zu begeben. Dank der lauen Sommernächte werden die auch Mitte nächster Woche noch 18 bis 20 Grad Wassertemperatur haben, sagt Meteorologe Heiko Wiese. Gestern wurden im Tegeler See 20,8 und im Helenesee gar 24 Grad gemessen.

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