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Hartmut Mehdorn: Start mit "20, 30 Maschinen" : Geht der BER am 1. Oktober 2017 in Betrieb?

Mitte März wird Hartmut Mehdorn am BER abgelöst. Kurz vor dem Ende verspricht Mehdorn die Eröffnung im Jahr 2017. Das ist auch aus einem Deal am Airport Tegel zu erkennen.

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Im März 2013 fing alles an, im März 2015 ist alles vorbei: Hartmut Mehdorn wird abgelöst.
Im März 2013 fing alles an, im März 2015 ist alles vorbei: Hartmut Mehdorn wird abgelöst.Foto: dpa

Langsam scheint der Inbetriebnahme-Termin für den BER-Flughafen konkreter zu werden. Die Flughafengesellschaft hat jetzt einen Auftrag für den Gepäcktransport in Tegel ausgeschrieben, der am 30. September 2017 enden soll. Die Laufzeit beginnt am 1. Dezember 2015. Aus den genannten Terminen lasse sich aber noch kein Eröffnungstermin ableiten, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel am Sonnabend. Es bleibe dabei: Der BER gehe im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb. Und die Ausschreibung lässt eine optionale Verlängerung um bis zu einem Jahr zu.

Der scheidende Flughafenchef Hartmut Mehdorn hält den Start des Hauptstadtflughafens in etwa zweieinhalb Jahren für sicher.„Der BER wird im zweiten Halbjahr 2017 eröffnet“, sagte er dem „Focus.“ Der Betrieb werde dann in Etappen aufgenommen, zunächst mit 20 oder 30 Maschinen. So könne man bei Problemen flexibel reagieren. „Die Airlines bekommen spätestens ein Jahr vor Eröffnung den endgültigen Starttermin mitgeteilt“, versprach Mehdorn.

Mitte März verlässt Hartmut Mehdorn den BER - wahrscheinlich

Geradestehen muss er für sein Versprechen aber nicht mehr. Mitte März - und damit ziemlich genau zwei Jahre nach Dienstantritt - wird er als Flughafen-Geschäftsführer von Karsten Mühlenfeld abgelöst. Ob Mehdorn allerdings noch am Flughafen bleibt und den neuen BER-Manager erst einmal einarbeitet, ist unklar.

Mehdorn hatte Ende des vergangenen Jahres nach Querelen mit dem Aufsichtsrat seinen Rückzug angekündigt. 2016 sollten alle Bauarbeiten abgeschlossen sein, bestätigte Mehdorn nochmals. Dann folgten Abnahmen und Tests.
Die Arbeiten sind, wie berichtet, wieder voll angelaufen. Derzeit werden vor allem die sogenannten Medienkanäle in Ordnung gebracht, in denen die Kabel entwirrt und neu gelegt werden. Auch Heizungsrohre sind noch zu isolieren. Zudem läuft der Umbau der zentralen Entrauchungsanlage im Hauptterminal.
Aber auch in Tegel investiert die Flughafengesellschaft weiter. Das jetzt europaweit ausgeschriebene „Baggage Reconciliation System (BRS)“ ermöglicht es, jedes Gepäckstück auf dem Weg in den Laderaum zu verfolgen. Es soll rund 20.000 Gepäckstücke am Tag bearbeiten können.

Und was kommt danach für Mehdorn? Urlaub & Kochen!

Berlins scheidender Flughafenchef Hartmut Mehdorn will seinen baldigen Ruhestand mit Aufsichtsratsposten, Reisen und Kultur bestreiten. Seine Mandate als Kontrolleur beim Softwarekonzern SAP, der russischen Bahn und dem Logistiker Fiege werde er weiterführen, sagte der 72-Jährige dem „Focus“. „Vielleicht übernehme ich noch ein viertes, mehr aber nicht. Denn die Lebensuhr tickt.“ Mit seiner Frau wolle er daher etwa demnächst Norditalien und Florenz bereisen - „um Geschichte zu erleben“. „Dabei wollen wir nicht abgeschirmt im Edelhotel absteigen, sondern lieber ein kleines Appartement mieten, in dem wir auch kochen können.“ Mehdorn gehören
zudem ein Weinberg und ein Ferienhaus in Südfrankreich. Er will noch im März seinen Posten als Flughafenchef abgeben. (mit dpa)

Lesen Sie mehr im Tagesspiegel: Millionenüberweisungen an eine Baufirma, mangelnde Kontrolle und Verdachtsmomente ohne Folgen – im BER-Korruptionsfall sehen auch Flughafenchef Hartmut Mehdorn und Ex-Baumanager Horst Amann nicht gut aus. Der Vertrag mit Amann wurde inzwischen aufgehoben.

Wie sieht's denn hier aus? Rundgang über den BER
Muntere Ausflugsrunde. Wir stehen hier auf der Südbahn, gemeinsam mit den Tagesspiegel-Lesern vom "Checkpoint". Natürlich ist der rote Teppich ausgerollt, ganz rechts: unser Bus. Hinten links: Der Flughafen.Weitere Bilder anzeigen
1 von 28Foto: Thilo Rückeis
02.03.2015 12:04Muntere Ausflugsrunde. Wir stehen hier auf der Südbahn, gemeinsam mit den Tagesspiegel-Lesern vom "Checkpoint". Natürlich ist der...

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