• Kapitalverbrechen in Mariendorf und Schöneberg: Mann gesteht Tötung, Tatverdächtiger festgenommen
Update

Kapitalverbrechen in Mariendorf und Schöneberg : Mann gesteht Tötung, Tatverdächtiger festgenommen

Ein 20-Jähriger gesteht Tötung einer 35-Jährigen Frau in Schöneberg. Verweste Leiche in Mariendorf soll eine Frau gewesen sein, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Die Polizei nahm die mutmaßliche Entführerin in Hannover fest.
Die Polizei nahm die mutmaßliche Entführerin in Hannover fest.Foto: dpa/Archiv

Polizisten nahmen in der Nacht zu Sonntag in Weißensee einen Mann fest, der dringend tatverdächtig ist, seine Freundin getötet zu haben. Anwohner alarmierten gegen 23.40 Uhr die Polizei in die Otto-Brahm-Straße, da ihnen ein Mann aufgefallen war, der sich verdächtig zwischen parkenden Fahrzeugen verhielt. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass nach ihm gefahndet wurde. Die Kriminalbeamten suchten nach dem 39-Jährigen, da Ermittlungen ergaben, dass er der Freund der am Freitag tot in einer Wohnung in der Rixdorfer Straße in Mariendorf aufgefunden Frau gewesen sein soll.

Die Obduktion der stark verwesten Leiche hatte ergeben, dass die Frau Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war. Die Identität konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, dazu dauern die Untersuchungen noch an. Bei der Getöteten, deren Tod bereits mehrere Wochen zurück liegt, handelt es sich vermutlich um die 39-jährige Wohnungsmieterin.

Der 39-jährige Tatverdächtige, der in Berlin keinen festen Wohnsitz hat, befand sich von Mitte Mai bis Anfang Juni in stationärer Behandlung einer Klinik und hatte sich dort mit den türkischen Personalien der Verstorbenen ausgegeben. Als es in der Einrichtung am 26. Mai 2016 zu einem Verstoß mit Betäubungsmitteln kam, entlarvte man bei der erkennungsdienstlichen Behandlung die falsche Identität. 

Der Tatverdächtige soll heute einem Richter zum Erlass eines Unterbringungsbefehls vorgeführt werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und dem Motiv dauern an.             

Fall in Schöneberg offenbar aufgeklärt

Die Tötung einer 35-jährigen Frau in einem Wohnhaus in der Gustav-Müller-Straße in Schöneberg ist offenbar aufgeklärt. Der 20-jährige Tatverdächtige habe das Verbrechen eingeräumt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann sollte noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden. Mieter des Hauses hatten gegen 10 Uhr am Freitag einen heftigen, lauten Streit aus einer Wohnung bemerkt, aus der wenige Zeit später ein Mann heraustrat und weglief.

Alarmierte Polizisten nahmen den 20-Jährigen, der von einem Zeugen verfolgt und festgehalten worden war, vorläufig fest. In der Wohnung entdeckten die Beamten eine vermutlich durch mehrere Messerstiche getötete 35-jährige Frau. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Es soll sich um eine Beziehungstat handeln.

1 Kommentar

Neuester Kommentar