• Keine Chance mehr für Neubau der Wannsee-Terrassen Behörden stellten erst jetzt fest: In der Wasserschutzzone darf

Berlin : Keine Chance mehr für Neubau der Wannsee-Terrassen Behörden stellten erst jetzt fest: In der Wasserschutzzone darf

kein Ausflugslokal entstehen

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Aus ist der Traum vieler Ausflügler vom Wiederaufbau der WannseeTerrassen, von Kaffee, Keks und Kuchen bei Panorama-Seeblick unter Sonnenschirmen. Das traditionsreiche Ausflugslokal, Weihnachten 2001 abgebrannt, wird nicht wieder aufgebaut.

Obwohl der städtische Liegenschaftsfonds das am Strandbad Wannsee gelegene Grundstück ausgeschrieben und einen Investor gefunden hatte, werden vermutlich nur noch Bäume gepflanzt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat nämlich festgestellt, dass sich das 8600 Quadratmeter große Gelände in der engeren Wasserschutzzone befindet und nicht bebaut werden darf.

Die Erkenntnis kommt spät – immerhin dauerte die Diskussion über den möglichen Wiederaufbau auf einem der schönsten Grundstücke Berlins eineinhalb Jahre. Petra Reetz aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gab Irrtümer innerhalb der Behörde zu. „Das hätte man wissen können.“

In der Nähe des Grundstücks befinden sich Trinkwasserbrunnen. Nach dem Baurecht sei zwar der Wiederaufbau der Wannsee-Terrassen innerhalb von zwei Jahren möglich, das Wasserschutz-Recht aber hebe baurechtliche Bestimmungen auf, sagte die Sprecherin von Senator Peter Strieder. Die beteiligen Behörden hätten offenbar nur auf das Baurecht geachtet. Irina Dähne vom Liegenschaftsfonds zeigte sich enttäuscht. In den Ausschreibungsunterlagen habe es keine Hinweise auf wasserrechtliche Bestimmungen gegeben, hieß es. Das Grundstück sei noch nicht veräußert. Mitte März hatte der Liegenschaftsfonds dem Gastronomie-Konzept eines Kölner Investors zugestimmt und Verhandlungen über den Grundstückskauf bestätigt. Ein Wiederaufbau noch in diesem Jahr schien möglich.

Der Optimismus war verfrüht – wie der des damaligen Pächters. Er hatte gehofft, das wegen einer defekten Dunstabzugshaube abgebrannte Ausflugslokal mit dem markanten Reetdach bis Ende 2002 wiederaufzubauen. Aber der Pachtvertrag war ohnehin abgelaufen. Ende 2002 ließ die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Reste des Lokals für 100 000 Euro abräumen. Dann wurde der Liegenschaftsfonds aufgefordert, einen Käufer zu finden, der die Wannsee-Terrassen aufbauen sollte.C.v.L.

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