Martenstein über Berlins Flughafen : Der Plan hinter dem BER-Chaos

Falsche Kalkulation der Passagierzahlen, ein sich abzeichnendes Verkehrsdesaster: Dahinter kann nur ein echter Masterplan stecken - gegen die Nazis.

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Noch geht nichts am zukünftigen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld - hier Mitte Juni. Foto: dpa
Noch geht nichts am zukünftigen Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld - hier Mitte Juni.Foto: dpa

In der vergangenen Woche berichtete der Tagesspiegel darüber, dass zur Eröffnung des neuen Flughafens ein Verkehrsdesaster droht. Die Verkehrsplanung beruht auf Passagierzahlen, die vor Jahren mal galten, aber inzwischen total überholt sind. Da hätte neu geplant werden müssen, dieses Detail haben sie irgendwie vergessen. Warum wundert mich das eigentlich nicht?

Eines Tages wird der Flughafen zweifellos fertig sein, inzwischen fürchte ich diesen Tag. Die Autobahn Richtung BER ist jetzt schon an der Grenze ihrer Belastbarkeit, nach der Eröffnung soll das Verkehrsaufkommen sich verdreifachen. Ab einer gewissen Belastung muss übrigens der Britzer Tunnel aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Tunnel zu, Flug kaputt.

Na ja, denken Sie jetzt, dann nehmen wir halt trotz der vielen Koffer öffentliche Verkehrsmittel. Dann stehen Sie halt mit dem Bus im Stau. Eine U-Bahn zum BER gibt es nicht, das kann man sich gar nicht oft genug klarmachen. S- und Regionalbahnen aber können ihre Schlagzahl auf dem Kurs Richtung BER bis 2019 nicht erhöhen, da wurde ein bisschen falsch geplant, lesen Sie’s nach. Es liegt am Brandschutz, was denn sonst.

Ein Flughafen, der nur schwer erreichbar ist – so was bietet nicht mal München. In Haiti ist es vielleicht so. Der Regierende Bürgermeister hat übrigens in der Endphase des Wahlkampfs erklärt, dass die AfD eine Art Neugründung der NSDAP sei, er verwendete den Ausdruck „braune Suppe“. Das Wort „Nazi“ hat jetzt eine neue Bedeutung, „Nazi“ heißt: eine Person, die nicht SPD wählt. Wenn die SPD nicht gewinnt, überfällt die Berliner Schutzpolizei morgen Polen und sie richten KZs für alle Menschen ein, die „Müller“ heißen.

Da wurde mir klar, dass hinter dem Flughafendesaster vielleicht doch ein Masterplan steckt. Denn ab der Eröffnung des neuen Flughafens können ja auch die Nazis Berlin nicht mehr so einfach verlassen. Überall sonst können die konspirativ umherreisen, im Ausland ihre Konferenzen zum Zwecke der Welteroberung abhalten oder nach Somalia, um mal schnell Waffen einzukaufen. In Berlin aber stecken alle Nazis im Stau und können nicht viel Schaden anrichten, außer vielleicht, dass sie in ihren überhitzten Kraftfahrzeugen bei geöffnetem Fenster die erste Strophe des Deutschlandlieds anstimmen. Aber wenn man nicht mal mehr von Britz nach nach Baden-Baden fliegen kann, merkt jedes Kind sofort, wie verlogen die Zeile „von der Maas bis an die Memel“ klingt.

Berlin ist, wie 1945, wieder von der siegreichen Roten Armee eingekesselt. Dann muss man nur noch mit Fallschirmen Antifa-Aktivisten abwerfen, welche die Nazis einsammeln und sie auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel internieren, dann hat das alles am Ende seinen Sinn gehabt.

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