Nach Brand von Wellness-Oase in Prenzlauer Berg : Jetzt bloß kühlen Kopf bewahren

Alles verloren nach dem Feuer - wie geht es weiter? Die Wellness-Oase "Ruhepool Berlin" an der Winsstraße in Prenzlauer Berg ist am vergangenen Sonntag komplett abgebrannt. Aber die Gründerin Karin Töpfer will auf keinen Fall aufgeben.

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Heißer Einsatz (Symbolbild)
Heißer Einsatz (Symbolbild)Foto: Paul Zinken / dpa

Der Schock sitzt noch tief. Karin Töpfer wirkt am Telefon dennoch gefasst. Seit zehn Jahren hat sie in der Winsstraße in Prenzlauer Berg eine Wellness-Oase – den „Ruhepool Berlin“ – aufgebaut. „Es warten tolle Räume, einfach einzigartig“, schwärmt sie. Und bis Freitag stand noch ganz vorn auf ihrer Internetseite: „Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ein Jahr zu erleben, das uns Glück und Herzlichkeit bringen möge.“ Doch Freitagmittag stand sie vor verkohlten Trümmern. Ihr „neuzeitliches Badehaus“, wie sie den Ruhepool auch nennt, ist nahezu komplett ausgebrannt.

Saunaclub und Mieter suchen dringend provisorische Bleiben

Wie berichtet, hat das Feuer im Parterre des fünfstöckigen Mietshauses an der Winsstraße 69 auch mehrere darüberliegende Wohnungen vorerst unbenutzbar gemacht. Sie wurden zwar nicht von den Flammen erfasst, aber durch dichten Qualm und Ruß stark geschädigt.

Viele tröstende Mails von Fans erreichten die Chefin

Was unternehmen nun die Mieter, um eine provisorische Bleibe zu finden, bis ihre Wohnungen wieder beziehbar sind? Und wie geht es bei Karin Töpfer weiter? „Wir suchen erst mal alle dringend Ersatzräume“, sagt die Ruhepool-Betreiberin. Und dann verweist sie auf „die vielen tröstenden E-Mails“, die sie seit dem Brand erreicht haben. „Von Stammkunden, die Anteil nehmen und sich alle wünschen, dass wir unbedingt erst mal übergangsweise woanders weitermachen.“

Aber wie soll das gehen? Am Sonntag und Montag setzt sich Karin Töpfer zuallererst mit Versicherungs- und Schadensexperten zusammen. Ihre Gedanken kreisen noch ständig um die unklare Brandursache. Vonseiten der Fachleute hieß es, möglicherweise sei ein Wäschetrockner defekt gewesen. Doch Töpfer versichert, sie habe „den einen vor Ausbruch des Brandes über Nacht persönlich abgeschaltet“. Vielleicht seien auch Elektrokabel in der Zwischendecke angeschmort, vermutet sie. Schließlich wüteten die Flammen dort besonders heftig, weshalb die Einsatzkräfte mühsam Deckenteile aufbrechen mussten, um an verborgene Brandnester heranzukommen.

Auf keinen Fall wollen Karin Töpfer und ihre Mitarbeiter jedenfalls aufgeben. „Wir bauen unsere Wellness-Oase wieder neu auf“, sagt sie. „Das schaffen wir. Wir sind ja auch ein tolles Team.“

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