Nach Missbrauchsfällen : Parkeisenbahn: Neues Konzept vorgelegt

Die von Missbrauchsfällen erschütterte Parkeisenbahn in der Wuhlheide hat ein pädagogisches Konzept für ihre künftige Arbeit vorgelegt.

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Was geschah in der Wuhlheide? Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Foto: dpa
Was geschah in der Wuhlheide? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.Foto: dpa

Das bestätigte der Sprecher der Senatsjugendverwaltung, Christian Walther. Damit hat Parkeisenbahn-Chef Ernst Heumann eine wichtige Auflage des Senats erfüllt. Das vorgelegte Konzept solle nun mit Hilfe von Fachleuten fortgeschrieben werden.

Heumann war am Dienstag zu einem „Runden Tisch“ mit Fachleuten in der Senatsverwaltung erschienen. Das Gespräch dauerte deutlich länger als geplant. Dabei wurden die Hintergründe der Missbrauchsfälle beleuchtet. Die Parkeisenbahnstruktur mit hierarchischer Unterordnung stammt aus der DDR und wurde nach der Wende kaum verändert. Moderne pädagogische Arbeit war bislang weitgehend unbekannt.

Über eine stärkere Einbindung der Parkeisenbahn in das Ferien- und Erholungszentrum FEZ – auch das eine Forderung des Senats – sei noch nicht entschieden worden, sagte Walther. Offen ist auch, ob eine pädagogische Fachkraft eingestellt wird. Die Parkeisenbahn wird als freier Träger der Jugendhilfe jährlich mit 15 800 Euro vom Senat gefördert. Die Jugendverwaltung drängt darauf, das Geld in die pädagogische Arbeit der Parkeisenbahn zu investieren.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf ehemalige Mitarbeiter der Parkeisenbahn in der Wuhlheide. Ihnen wird sexueller Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Zwei Eisenbahner wurden bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt.

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