Nach Sanierung : Die U-Bahn fährt wieder nach Pankow

Seit Mitte Mai war der Streckenabschnitt der U2 zwischen Pankow und Senefelderplatz wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Am Montag nahm die Hochbahn den Betreib nun wieder auf. Die Bauarbeiten kosteten fast 100 Millionen Euro.

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Sie fährt wieder. Pünktlich zum Betriebsbeginn am frühen Morgen nahm die BVG am Montag auf der U-Bahn-Linie U 2 (Pankow–Ruhleben) zwischen Pankow und Senefelderplatz wieder den Betrieb auf. Seit Mitte Mai war die Hochbahn auf diesem Abschnitt gesperrt, um die Anlagen sanieren zu können. Bereits in der Nacht hatte die BVG Leerzüge über die Gleise geschickt, um diese und die Stromschienen schnee- und eisfrei zu halten.

Seit 2009 hat die BVG fast 100 Millionen Euro in die Sanierung des 1,7 Kilometer langen Viadukts, einst Magistratsschirm genannt, gesteckt. Nach Ansicht von Staatssekretärin Maria Krautzberger ist dies „gut angelegtes Geld“. Bis zu 50 000 Fahrgäste hätten jetzt wieder eine schnelle Verbindung, ein Aufzug im Bahnhof Eberswalder Straße erleichtert zudem den Zugang.

Mindestens bis zum Frühjahr müssen Fahrgäste am westlichen Ende der Strecke warten, ehe auch sie wieder die Endstation Ruhleben auf der Schiene erreichen können. Die BVG hat, wie berichtet, der Baufirma gekündigt, weil sie mit den Arbeiten nicht zufrieden war. Nun muss neu ausgeschrieben werden.

Auch auf dem Pankower Abschnitt gehen die Arbeiten weiter; Einschränkungen für die Fahrgäste durch den Anschluss eines elektronischen Stellwerks soll es aber nur noch im Nachtverkehr geben. Dann prüft die BVG, ob die Züge statt mit 50 km/h mit Tempo 60 fahren können, was die sanierten Gleisanlagen schon jetzt ermöglichen. Auf denen sollen die Züge auch leiser unterwegs sein.

Nächstens Jahr wird die U 2 dann erneut unterbrochen, um den Bahnhof Gleisdreieck weiter sanieren zu können. Zwischen Mai und November werden wohl zwischen Gleisdreieck und Wittenbergplatz keine Züge fahren.

Fortgesetzt wird dann auch die Sanierung des Bahnhofs Mehringdamm. Wegen der vielen Baustellen im Netz waren diese Arbeiten ausgesetzt worden.

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