Neue ICE-Strecke : Lichtenrader demonstrieren für Bahntunnel

Im langen Streit um den Ausbau der Dresdner Bahn durch Lichtenrade demonstrieren Bürger am Donnerstagabend.

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Ein Idyll. Hier, am S-Bahnhof Lichtenrade, soll einmal der ICE entlang rasen. Hinter Wänden? Im Tunnel?
Ein Idyll. Hier, am S-Bahnhof Lichtenrade, soll einmal der ICE entlang rasen. Hinter Wänden? Im Tunnel?Foto: Mike Wolff

Die Bahn will die neuen Gleise für den Fern- und Regionalverkehr, auf denen auch der Flughafen-Express rollen soll, ebenerdig neben den Gleisen der S-Bahn anlegen. Vor Lärm sollen die Anwohner durch Wände geschützt werden, die sechs Meter hoch sein könnten. Gegner befürchten, dass der Ortsteil dann geteilt wird.

Die Bürgerinitiative Lichtenrade- Dresdner Bahn, die zur Demonstration (18 Uhr) aufgerufen hat und mit bis zu 2000 Teilnehmern rechnet, fordert einen Tunnelbau vom S-Bahnhof Buckower Chaussee bis zur Stadtgrenze, was die Bahn als zu teuer bezeichnet und deshalb nicht umsetzen will.

Weil sich das Planungsverfahren bereits seit Jahren hinzieht, haben andere Initiativen, die sich zum Bürgerforum Zukunft Lichtenrade zusammengeschlossen haben, einen um rund 1,2 Kilometer kürzeren Tunnel vorgeschlagen. Nach ihren Plänen soll der Tunnel erst am Schichauweg beginnen.

Außerdem müssten die Röhren nicht so tief gelegt werden, wie es die Bürgerinitiative vorsieht, argumentiert das Bürgerforum. Dort hofft man, mit der billigeren Variante die Bahn zum Tunnelbau bewegen zu können, an dessen Kosten sich auch der Senat zum Teil beteiligen will.

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