Olympia-Bewerbung Berlin : Gescheiterte Kampagne kostete 1,6 Millionen Euro

Die Senatssportverwaltung hat die Kosten für die Berliner Olympia-Bewerbung bekannt gegeben. Alleine für die Kommunikationskampagne hat der Senat 1,3 Millionen Euro bezahlt.

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Foto: Paul Zinken/ dpa

Die gescheiterte Bewerbung Berlins für die Olympischen Sommerspiele 2024 hat die Steuerzahler in der Hauptstadt rund 1,6 Millionen Euro gekostet. Das ist der Antwort der Sportverwaltung des Senats auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen zu entnehmen. Allein für die Kommunikationskampagne „Wir wollen die Spiele“ wurden knapp 1,3 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt ausgegeben. Die Interessensbekundung Berlins für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Hochglanzbroschüre kostete 60 000 Euro, für das Beteiligungskonzept „Was will Berlin?“ wurden etwa 150 000 Euro verwendet.

Die Sportstätten Berlins
Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden. Foto: euroluftbild.deWeitere Bilder anzeigen
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01.09.2014 10:15Im Olympiabad gleich neben an soll um die Wette geschwommen werden.

Die Personalkosten, die der Bewerbung Berlins zuzuordnen sind, betrugen 49 000 Euro. Fast 15 000 Euro wurden für Reisekosten und weitere 10 000 Euro für Merchandise-Artikel (Fähnchen, Buttons, T-Shirts usw.) ausgegeben. Die Informationsveranstaltung „Was bedeutet eine Olympiabewerbung für die Berliner Sportvereine?“ kostete rund 4500 Euro, und 28 000 Euro wurden in andere Formen der Öffentlichkeitsarbeit gesteckt.

Neben den Geldern aus dem Berliner Landeshaushalt flossen zusätzlich 1,5 Millionen Euro in die Kommunikationskampagne, die von privaten Unternehmen finanziert wurden, die zum Netzwerk „Berlin Partner“ gehören. Welche weiteren privaten Mittel, von Initiativen, Verbänden und Privatpersonen, der Olympiabewerbung zugutekamen, entzieht sich der Kenntnis des Senats.

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