Polizeipräsident über Affären : Kandt: Berliner Polizei wurde runtergespart

Ärger rund um die Polizeiakademie, marode Schießstände und neue Brennpunkte: Polizeipräsident Klaus Kandt reagiert auf die Vorwürfe der letzten Tage.

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Polizeipräsident Klaus Kandt und seine Stellvertreterin Margarete Koppers bei einer Sondersitzung des Innenausschusses.
Polizeipräsident Klaus Kandt und seine Stellvertreterin Margarete Koppers bei einer Sondersitzung des Innenausschusses.Foto: dpa/Paul Zinken

Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt hat sich nach anonymen Vorwürfen rund um die Ausbildung in der Truppe zum Zustand seiner Behörde geäußert. Dem Tagesspiegel sagte Kandt, die Hauptstadtpolizei sei lange „eine runtergesparte Behörde“ gewesen.

Bis heute kämpfe man mit den Folgen: zu wenig Personal, marode Schießstände, alte Ausrüstung. „Und wir werden auch noch lange mit einer Art Mangelwirtschaft leben.“ Allerdings zeichne sich seit zwei, drei Jahren eine Trendwende ab. Er selbst, sagte Kandt, habe zu Beginn seiner Amtszeit 2013 gedacht, mit den gegebenen Ressourcen auskommen zu können. „Mit dem Wissen von heute hätte ich gleich mehr Druck auf die Politik machen sollen, um Personal und Ausrüstung aufzustocken“, sagte der Polizeipräsident.

Durch Terrorgefahr und neue Brennpunkte seien zudem die Anforderungen gestiegen. Die Überwachung der steigenden Zahl islamistischer Gefährder und mehr Einsätze an Orten wie dem Alexanderplatz binden Kandt zufolge viel Personal.

"Wir haben damals auch Quatsch gemacht": Lesen Sie das Interview mit dem Polizeipräsidenten hier auf Blendle.

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