Stadtleben : CSD mit neuer Route und viel Programm

Der Christopher Street Day (CSD) ist zwar erst am 28. Juni, aber das Begleitprogramm beginnt schon an diesem Freitag. Und weil es inzwischen 130 Veranstaltungen umfasst und sich über drei Wochen hinzieht, haben die Macher aus dem bisherigen Namen des Rahmenprogramms – „Berlin Pride Week“ – kurzerhand das „Week“ gestrichen. Neben Vorträgen, Lesungen und Kunstaktionen, die sich mit der Diskriminierung Homosexueller auseinandersetzen, gibt es erstmals auch Ausstellungen: So werden im „Café Flip Flop“ (Kulmer Straße 20a in Schöneberg) Fotos vom ersten Berliner CSD 1979 gezeigt. Das komplette Programm findet man ab sofort unter www.csd- berlin.de. Mit der kostenlosen „Pride Berlin-Karte“ gibt es Rabatt für zahlreiche Veranstaltungen, man bekommt sie im Schöneberger Infozentrum „Mann o Meter“, Bülowstraße 106.

Der Umzug wird am 28. Juni über eine neue Route führen: Startpunkt ist Unter den Linden 1, von dort geht es an der Komischen Oper vorbei zum Potsdamer Platz, weiter zum Nollendorfplatz und zur Siegessäule. Die Streckenänderung war nötig geworden, weil zur selben Zeit die EM-Fanmeile auf der Straße des 17. Juni einen Teil der ehemaligen Route blockiert. „Wir haben darin die Chance gesehen, den Ostteil der Stadt mit ins Boot zu holen“, sagt Jan Salloch vom CSD-Vorstand. Die alte Route war nur durch den Westteil der Stadt verlaufen. Erwartet werden 500 000 Teilnehmer.

Anlässlich des CSD wird vor fast allen Berliner Rathäusern die Regenbogenflagge gehisst. In Reinickendorf gab es wegen der Fahne in diesem Jahr Streit: Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) wollte sie entgegen einem entsprechenden Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht flattern lassen. Gestern hat nun der Senat als Bezirksaufsicht entschieden, dass der BVV-Wille umgesetzt werden muss. höh

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