Rückkehr eines Ausflugsziels : Wannsee-Terrassen könnten 2008 entstehen

Eine der beliebtesten Ausflugsadressen könnte im nächsten Jahr wieder aufgebaut werden. Die Pläne für die 2001 abgebrannten Wannsee-Terrassen sind noch einmal überarbeitet worden.

Nach Angaben von Zehlendorfs Baustadtrat Uwe Stäglin (SPD) wird es eine größere Küche als zunächst vorgesehen geben, drei Gasträume, einen kleinen Festraum und eine Bibliothek. Allerdings seien die Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde über den Gewässerschutz noch nicht beendet. Der Bau ist im Wasserschutzgebiet geplant. Stäglin erwartet eine schnelle Klärung, so dass mit dem Bau 2008 begonnen werden könnte.

Der Entwurf des privaten Bauherrn orientiert sich weitgehend am Original des Hauses, das über Jahrzehnte ein beliebtes Ausflugsziel war. Wie Stäglin mitteilte, hat es auch eine „Reduzierung des Gebäudes“ gegeben, so sei die zunächst geplante 140 Quadratmeter große Wohnung für den Hausmeister im Dachgeschoss auf 80 Quadratmeter verringert worden. Die ursprüngliche Wohnungsgröße hatte im Bezirk Diskussionen ausgelöst. Auch gab es Zweifel in der Grünen-Fraktion, ob der Neubau wirklich dauerhaft für die Gastronomie und nicht etwa für Privatzwecke dienen solle.

Der Bauherr wies derartige Spekulationen zurück. Nach Auskunft des Baustadtrats wird sichergestellt sein, dass der künftige Neubau ausschließlich der Allgemeinheit zur Verfügung steht, andernfalls müsste er auf Kosten des Eigentümers wieder abgerissen werden. Dieser hatte das Hanggrundstück oberhalb des Strandbades Wannsee 2004 erworben. Der Neubau sollte ursprünglich schon im letzten Jahr fertig sein.

Die alten Wannsee-Terrassen mit dem typischen Reetdach waren 1937 errichtet worden, erst später wurde das 9000 Quadratmeter große Grundstück zum Wasserschutzgebiet erklärt. Ende der vierziger Jahre brannte das Haus nieder, wurde aber wiederaufgebaut, bis ein technischer Defekt am 25. Dezember 2001 das vom Land verpachtete Gebäude zerstörte. Die Ruine wurde schnell abgeräumt, die Forstverwaltung hatte zunächst das Gelände wieder zum Wald machen wollen.C. v. L.

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