Stadtleben : Zwischen allen Stilen

Zehn durchtrainierte Finger und ein Instrument namens Gitarre – das braucht jeder von ihnen. Aber wie Ian Melrose, Georg Kempa, Johan Leijonhufvud und Heiko Ossig damit umgehen, ist ganz unterschiedlich: Der eine hat lange angeklebte Fingernägel, mit denen er die Saiten pickt, der andere haut zwischen den Akkorden mit den Fingerknöcheln und -nägeln aufs Holz, der dritte hält die Gitarre ganz klassisch auf dem erhöhten linken Bein, und der vierte schmiegt die Hand an seine flache Jazzgitarre. Mal erklingt ein witziges Folk-Arrangement, mal rhythmischer Flamenco, dann ein Konzertstück aus dem 19. Jahrhundert und zuletzt verträumter Jazz - vier Gitarristen, vier Musikrichtungen, vier Temperamente.

„Four styles“ nennen die vier Musiker ihr Programm, mit dem sie am Sonnabend im Café-Theater Schalotte auftreten. „Die Idee dazu ist vor zwei Jahren ganz zufällig entstanden“, sagt Flamenco-Gitarrist Georg Kempa. „Ich saß mit Heiko nach einem gemeinsamen Konzert in einer Kneipe, da lernten wir Johan kennen, der auch gerade ein Konzert hinter sich hatte. Wir landeten in seiner Wohnung, spielten zusammen und dachten: Das probieren wir.“ Seitdem zeigen die drei, zusammen mit dem befreundeten Ian Melrose, hin und wieder an einem einzigen Abend eine große Bandbreite dessen, was man mit Gitarren machen kann: Stücke aus ihren Solo-Programmen und auch Improvisationen zu zweit, dritt oder viert. D.N.

Four Styles, heute, Café Theater Schalotte, Behaimstraße 22, 10585 Berlin, Beginn 20 Uhr. Karten zu 12 (ermäßigt 10) Euro können unter Tel. 341 14 85 bestellt werden. Infos unter www.fourstyles.eu und www.schalotte.de

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