Berlin Art Week : Berlin Art Week wird wieder ein Marathon

Am 13. September startet die Berlin Art Week. Mit über 50 beteiligten Partnern und 120 Veranstaltungen in fünf Tagen wird die Kunstwoche wieder zum Riesenevent.

Voller Vorfreude: Das Team der Berlin Artweek.
Voller Vorfreude: Das Team der Berlin Artweek.Foto: Ricarda Spiegel

Lauter strahlende Gesichter beim Kickoff der Berlin Art Week im Kino International: Gleich neunzehn Macher der Kunstwoche, die am 13. September beginnt, reihen sich vor dem silbrigen Glitzervorhang des Kinos auf, ganz offensichtlich voller Vorfreude: Kulturstaatssekretär Tim Renner in der Mitte, das kreisrunde, giftgrüne Logo demonstrativ in der Hand, rechts und links die Direktoren der wichtigsten Institutionen. Über 50 Partner beteiligen sich insgesamt an dem fünftägigen Event, das 120 Veranstaltungen umfasst. Allein die beiden Messen abc berlin art contemporary und Positions Berlin präsentieren mehr als 350 Künstler.

Ziel der Art Week sei nicht nur, den Kreativstandort Berlin zu stärken, sondern auch Sammler und Kunsthändler aus dem In- und Ausland anzuziehen, sagt Tim Renner. Die im vergangenen Jahr erzielte Rekordzahl von mehr als 100 000 Besuchern soll übertroffen werden. Auch Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer gesellte sich zum Kickoff, unterstützt sie doch das Projekt finanziell. „Die Art Week ist ein Aushängeschild für die zeitgenössische Kunst Berlins und hat den Kreativstandort noch attraktiver gemacht, der Touristen, junge Gründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland anzieht,“ erklärte sie.

Roter Faden fehlt

Einen roten Faden wird man bei dieser fünften Art Week allerdings vermissen. Gezeigt werden große Einzelausstellungen in den Berliner Institutionen – etwa Halil Altindere im Neuen Berliner Kunstverein. Der Hamburger Bahnhof präsentiert eine Oper von Anne Imhof, der Gewinnerin des Preises der Nationalgalerie, die Berlinische Galerie Andreas Greiner, das Haus am Waldsee Sven Drühl. Yvonne Roeb stellt in der Schering-Stiftung aus, Gordon Parks ist bei c/o Berlin zu sehen. Hinzu kommt ein auf das Medium Künstlerfilm fokussiertes Programm im Kino International sowie ein 12-stündiges Special der 9. Berlin Biennale, die damit zu Ende geht. Die Art Week ist also wieder ein Marathon für diejenigen, die alles sehen wollen. Die Berliner können sich für die Ausstellungen länger Zeit lassen. Tsp

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