Berliner Rundfunkchor : Hört die Signale!

Der Berliner Rundfunkchor streikt und singt am Freitagmorgem vor dem Roten Rathaus. Eine Protestnote

R wie Rundfunkchor: Die Sängerinnen und Sänger stellen sich auf in eigener Sacher
R wie Rundfunkchor: Die Sängerinnen und Sänger stellen sich auf in eigener SacherFoto: Rundfunkchor

Am heutigen Freitag um 11 Uhr singt der Rundfunkchor Berlin unter Leitung seines Chefdirigenten Simon Halsey vor dem Roten Rathaus. Das Freiluftkonzert gehört zu den Streikaktionen, mit denen die Profisängerinnen und -sänger ihre Forderung nach dem Abschluss eines Tarifvertrages Stimme verleihen. Der renommierte Rundfunkchor war am Dienstag erstmalig in seiner 89-jährigen Geschichte in den unbefristeten Ausstand getreten. Die Sänger werfen dem Kuratorium der Trägergesellschaft Rundfunk Orchester und Chöre GmbH (ROC) vor, einen unterschriftsreifen Vertragstext zu blockieren. Er soll an die Stelle einer befristeten, seit vielen Jahren nachwirkenden Einigung treten.

Thomas Kipp, Geschäftsführer der ROC GmbH, zu der auch der Rundfunkchor gehört, ist nicht der Ansicht, dass das Kuratorium den zwischen Arbeitnehmerverband und Musikergewerkschaft ausgehandelten Vertrag ablehnen will. Es gebe lediglich in einzelnen Punkten noch Klärungsbedarf. Das Kuratorium habe sich vertragt, wolle aber zu einer neuen Vertragskonstruktion finden.

Kipp zeigte sich vom Streik der Sänger überrascht. Er will alle Beteiligten so schnell wie möglich an den Verhandlungstisch zurückholen. Der Rundfunkchor gibt mit seinen 64 festangestellten Sängerinnen und Sängern jährlich rund 50 Konzerte im In- und Ausland. Tsp

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