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Kultur : Diener dreier Herren

Endlich volljährig: Das Hexenkessel Hoftheater feiert mit Goldoni seinen 18. Geburtstag

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Venedig liegt in diesem Sommer an der Spree. Das Hexenkessel Hoftheater eröffnet seine Open-Air-Saison mit Goldonis Komödienklassiker „Diener zweier Herren“, und da kommen die Herrschaften per Gondel angeschippert, um dann vom Diener Truffaldino gehörig verschaukelt zu werden. Die sieben Schauspieler sausen treppauf treppab in der Locanda der Lügen und Lüste und servieren die Turbulenzen mit komödiantischen Übermut.

Seit 18 Sommern spielt die Truppe nun schon und da Regisseur Jan Zimmermann obendrein noch 50 wird, durfte er sich was wünschen. Treu geblieben ist er dem Dreigestirn Molière-Goldoni-Shakespeare. Von Molière wird der „Eingebildete Kranke“ gegeben, und mit Shakespeares „Wintermärchen“ knüpft das Hoftheater an seinen Ursprung an.

Angefangen hat alles 1994 in dem besetzten Haus in der Schönhauser Allee 177b, Hexenkessel genannt. Einer der Künstler, die hier ihr Atelier hatten, kam auf die Idee, im Hinterhof Theater zu machen. Und so kam Jan Zimmermann ins Spiel. Er hat Regie studiert an der Berliner Hochschule Ernst Busch, doch nach der Wende sah er keinen Grund mehr, Theater zu machen. Denn die Bühne hatte als politisches Forum ausgedient. Also rief er die autonome Republik Utopia aus und experimentierte im Labor alternativer Lebensformen. Doch er ließ sich überreden, schrieb eine eigene Fassung des „Wintermärchens“, Roger Jahnke und ein paar Schauspieler vom Theatüt warfen sich auf die Rollen. „Eigentlich war es nur als Sommerspaß gedacht“, sagt Zimmermann, doch alle hatten Feuer gefangen.

Seit 1999 spielt das Hexenkessel Hoftheater im Monbijoupark, seit 2008 im eigens errichteten Amphitheater. Direkt neben dem der Renaissance nachempfunden Holzbau steht der Winterspielort, die Märchenhütte. Was als links-autonomes Projekt begann, wuchs zu einem kleinen Theaterimperium heran.

Seinen Erfolg muss das Hexenkessel Hoftheater an der Kasse einfordern. „Da wir unser eigenes Geld verdienen können, müssen wir uns nicht nach irgendwelchen Maßgaben richten“, sagt Zimmermann. „Das ist eigentlich ein Traumjob.“ Alternativ oder kommerziell? Die Gauklertruppe, die sich immer noch etwas von ihrem Sponti-Charme bewahrt hat, hat jedenfalls ein cleveres Geschäftsmodell entwickelt. Denn auch die Strandbar gegenüber dem Bode-Museum lockt die Besucher an.

„Manche kommen nur zur Bar, manche nur zum Theater, aber die meisten nutzen beides“, freut sich Zimmermann. Das Publikum ist eine wilde Mischung. Hierher kommen alle jene, die das moderne Regietheater abschreckt. Aber auch Theaterintendanten sitzen mit ihren Kindern auf den Holzbänken. Theater soll auch unterhalten, hat sich Zimmermann auf die Fahnen geschrieben. Sogar eine Ethik formuliert er: „Das Hexenkessel Hoftheater ist ein intrigenfreies Theater“, betont Zimmermann. Und wenn man ihn fragt, wie man das hinbekommt, antwortet er: „Indem man es vorlebt.“ Gleichwohl lässt er keinen Zweifel daran, wer hier der Boss ist. „Was ich sage, wird gemacht.“ Jedenfalls hat er es geschafft, sich seinen Enthusiasmus über all die Jahre zu bewahren.

Die Liebe zum Theater treibt Jan Zimmermann an, im Theater hat er auch seine Liebe gefunden. „Sie kam eine Stunde zu früh, stand da wie eine Königin“, erinnert er sich. „Da habe ich sie hereingebeten.“ In diesem Sommer wird geheiratet. Die Feier findet natürlich im Amphitheater statt. Sandra Luzina

Bis 3. September, Dienstag bis Sonnabend, 19.30 Uhr. Info: www.hexenkessel-hoftheater.de

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