Fake-Rezension im Literatur-Spiegel : Sascha Lobo besprach nicht vorhandenes Buch

Bereits im September erschien Sascha Lobos Rezension zu Carol Felts Roman "Cybris". Jetzt hieß es auf der Buchmesse: Das Buch gibt es gar nicht.

Blogger, Autor und Journalist Sascha Lobo Foto: picture alliance / dpa
Blogger, Autor und Journalist Sascha LoboFoto: picture alliance / dpa

"Wir sind wahnsinnig unkompliziert geworden", lautet der erste Satz in "Cybris" von Carol Felt - ein Buches, das es gar nicht gibt, wie sich jetzt herausstellte. In der ersten Ausgabe des Literatur-Spiegel, die am 26.9.15 als Beilage im Spiegel erschien, besprach der Journalist und Blogger Sascha das Buch als den großen Digitalroman. Heute auf den Frankfurter Buchmesse gab er gemeinsam mit Literatur-Spiegel-Redakteur Volker Weidermann bekannt: Alles nur erfunden. "Cybris" ist ein gemeinsamer Fake von Weidermann und Lobo.

Beide gaben sich viel Mühe bei dem Fake. Die scheinbare Autorin Carol Felt twitterte über einen Account, der Verlag hatte eine eigene Website - "Cybris" sollte die erste Veröffentlichung des Verlags sein. Weidermann und Lobo halten sogar in einem Gespräch über das Buch gedruckte Exemplare hoch. Trotzdem kamen bereits im September erste Zweifel an der Echtheit des Romans auf.

Bisher hatten sich kaum Medien zu dem Fake geäußert. Auch nach der Bekanntgabe gab es nur wenige Kommentare. RBB Online, Handelsblatt und der Online-Branchendienst Meedia hatten vorab berichtet. (tsp)

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