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Humboldt Box : Ein Vorgeschmack auf das Schloss

01.07.2011 14:22 Uhrvon
06.07.2011: Volle Kiste. Sechs Tage ist die Humboldt-Box bereits geöffnet - und schon ein Publikumsrenner. Rund 12 000 Besucher waren bereits dort.Bilder
06.07.2011: Volle Kiste. Sechs Tage ist die Humboldt-Box bereits geöffnet - und schon ein Publikumsrenner. Rund 12 000 Besucher waren bereits dort. - Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Die Humboldt-Box im Herzen Berlins ist eröffnet worden. Acht Jahre lang soll sie bei Besuchern Vorfreude auf das Schloss wecken.

Das Bauwerk, lächelte Kulturstaatssekretär André Schmitz ins Publikum, „ist an dieser Stelle nicht zu übersehen“. Leises Gelächter im Saal. „Ich sehe, Sie haben die Anspielung verstanden!“

Verstanden hatte die Festversammlung zur Eröffnung der Humboldt-Box am Mittwochvormittag, dass Schloss-Freund Schmitz mit der Architektur des Berliner Büros Krüger Schuberth Vandreike (KSV) nicht eben konform geht. Dabei hatte Büroprinzipal Bertram Vandreike vorab tapfer erklärt, dass an dieser Stelle „nur ein konsequent zeitgenössisches Gebäude“ den Auftakt für die weitere Diskussion um die Gestaltung der Mitte Berlins geben könne.

Um die weitere Gestaltung geht es bei der Humboldt-Box nun gerade nicht, sondern um Vorbereitung oder auch Vorfreude auf die kommende Schlosshülle samt ihrem Innenleben, dem Humboldt-Forum.

Mag die 28 Meter hohe, in massivem Stahlbetonrahmen gefasste Box auch noch so dauerhaft daherkommen und so unübersehbar alle Sichtachsen vom Linden-Boulevard wie vom Alexanderplatz her besetzt halten, sie bleibt letztlich doch ein temporäres Ding. Immerhin acht Jahre lang soll sie stehen bleiben, und das machte für die Erteilung einer Baugenehmigung allerhand Aufwand erforderlich: Brandschutz, Fluchtwege, Nottreppenhaus, Begrenzung der Besucherzahl auf sensorgezählte 700 Menschen gleichzeitig. Was bei der knallroten, auf Stelzen schwebenden Info-Box seligen Angedenkens am Potsdamer Platz luftig-leicht daherkam, fällt beim Nachfolger hart am Rande des Schlossplatzes schwer und beinahe plump aus. Ironie der Geschichte: Vor Jahren hatte sich das Büro KSV den Wiederaufbau des Schlosses nicht vorstellen können und erklärt, „was vorbei ist, ist vorbei“. Nun macht ihre Box ausgerechnet für die bundestagsbeschlossene Lösung Reklame, die den KSVlern vor 15 Jahren unmöglich dünkte: für einen modernen Neubau in historischen Fassaden.

„Wir wollen hier bewusst auch provozieren“, setzt Staatssekretär Rainer Bomba vom Bundesbau- und Verkehrsministerium noch eins drauf. „Wir wollen Anziehungspunkt sein!“ Für sicherlich die Mehrzahl der ab dem heutigen Donnerstag strömenden Besucher wird der Anziehungspunkt des temporären Langzeitbauwerks im Ausguck von den beidseitigen Terrassen liegen: schönere Blicke auf den Schlossplatz mit der künftigen Schlossbaustelle oder, nach der anderen Seite hin, auf den Lustgarten mit Altem Museum und Dom werden nicht mehr zu genießen sein. Auch der Blick auf die archäologischen Ausgrabungen lohnt den Aufstieg. Deren für die Integration in den Keller des Humboldt-Forums vorgesehenen Teile liegen allerdings unter einem Wetterdach verborgen.

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