Kulturförderung : Bundeskulturstiftung fördert Projekte mit 41,5 Millionen Euro

Die Leuchttürme und das dezentrale Kulturengagement: Die Bundeskulturstiftung fördert weiter die gesamte große Bandbreite der Kultur in Deutschland - und probiert neue, bürgernahe Modelle aus.

Ihren Sitz hat die Bundeskulturstiftung in Halle. Seit 2013 residiert sie dort in einem Neubau.
Ihren Sitz hat die Bundeskulturstiftung in Halle. Seit 2013 residiert sie dort in einem Neubau.Foto: dpa

Das Berliner Theatertreffen, die Documenta in Kassel und der internationale Tanzkongress gehören dazu: Die von der Kulturstiftung des Bundes geförderten „Leuchtturmprojekte“ in Deutschland können bis 2022 sicher mit finanzieller Unterstützung rechnen. Unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) beschloss der Stiftungsrat am Dienstag, die Förderungen fortzuführen und die Etats erstmals auch zu erhöhen. Insgesamt hat der Stiftungsrat 41,5 Millionen Euro verabschiedet. Spitzenreiter mit künftig 1,9 Millionen Euro jährlich ist das Berliner Theatertreffen, das jedes Jahr die deutschlandweit bemerkenswertesten Inszenierungen in die Hauptstadt lädt. Die Documenta erhält bis 2022 eine Förderung von insgesamt 4,5 Millionen Euro, die Berlin Biennale wird ab der nächsten Ausgabe mit 3 Millionen Euro unterstützt, der World Cinema Fund der Berlinale 360.000 Euro. Der Tanzkongress ist mit 960.000 Euro dabei, das Festival Transmediale erhält 500.000 Euro pro jährlicher Ausgabe, für die Donaueschinger Musiktage gibt es 252.000 Euro im Jahr.

Das Beethovenjahr, die freien Gruppen - und Geld für kunstsinnige Bürger

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Projekte, die deutschlandweite Strahlkraft haben und zum internationalen kulturellen Renommee des Landes beitragen können. So ist auch eine Beteiligung am Beethovenjahr 2020 vorgesehen. „Beethoven war stets auch ein Querdenker, ein Unangepasster, der die Musikszene seiner Zeit aufgerührt und einen neuen, bürgerlichen Künstlertypus geschaffen hat“, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung.

Auch stellt die Kulturstiftung unter Leitung von Hortensia Völckers bis 2020 für das Projekt "Neue Auftraggeber" zwei Millionen Euro zur Verfügung. Nach französischem Vorbild werden lokal organisierte Bürger dabei unterstützt, mit international renommierten Künstlern in Kontakt zu treten, um ein eigenständiges Werk speziell für den betreffenden Ort in Auftrag zu geben.. An zunächst bis zu 20 Projekten soll das Modell erprobt werden.

Auch soll über den bewährten Fonds Doppelpass die Zusammenarbeit von reien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern fortgesetzt werden. Bis 2021 stehen dafür weitere 5,5 Millionen Euro zur Verfügung. Tsp (mit dpa)

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