Winrich Hopp stellt Programm vor : Musikfest Berlin will neue Wege beschreiten

Mit dem Musikfest Berlin beginnt die neue Klassiksaison in der Stadt. Im Mittelpunkt des Programms stehen Arnold Schönberg, Gustav Mahler und Carls Nielsen.

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Winrich Hopp leitet das Musikfest Berlin der Berliner Festspiele seit 2006.
Winrich Hopp leitet das Musikfest Berlin der Berliner Festspiele seit 2006.Foto: Lucie Jansch

Countdown für das Musikfest Berlin: Mit dem internationalen Orchestertreffen der Berliner Festspiele beginnt die neue Klassiksaison in der Stadt. Im Mittelpunkt der Konzerte stehen diesmal die Komponisten Arnold Schönberg, Gustav Mahler und Carl Nielsen. Die Däne Carl Nielsen würde dieses Jahr seinen 150. Geburtstag feiern. Für seine Musikfest-Präsenz hat sich nicht zuletzt Simon Rattle eingesetzt, der den Komponisten für einen der stärksten und zugleich am wenigsten bekannten europäischen Musiker hält.

Rattle führt mit seinen Philharmonikern Nielsens 4. Symphonie „Das Unauslöschliche“ auf (18./19./20.9.). „Viele Meisterwerke von Carl Nielsen werden beim Musikfest aufgeführt, wunderbarerweise gepaart mit Werken von Arnold Schönberg. Dabei wird klar: Diese vollkommen unterschiedlichen Menschen sind stark miteinander verbunden, in gewisser Weise einander ähnlich, da sie ausgehend von einem gemeinsamen Fundament vollkommen neue Wege beschreiten“, erklärt der Philharmoniker-Chef.

Ein Höhepunkt: Metzmacher mit "Die Jakobsleiter"

Eröffnet wird das Musikfest Berlin am 3. September mit einem reinen Schönberg-Programm von Daniel Barenboim und seiner Staatskapelle Berlin. Insgesamt 15 Werke Schönbergs hat Musikfest-Chef Winrich Hopp in sein Programm geholt. Zu den Höhepunkten gehört die Aufführung des Fragment gebliebenen Oratoriums „Die Jakobsleiter“, die Ingo Metzmacher mit dem Deutschen Symphonie-Orchester erarbeitet (17.9.). Der darin erscheinende Erzengel Gabriel erfährt Unterstützung vom Erzengel Michael, der am 18./19.9. im Haus der Festspiele bei Karlheinz Stockhausens „Michaels Reise um die Welt“ in Gestalt des Trompeters Marco Blaauw auftritt.

Ihr Debüt beim Musikfest geben das Royal Danish Orchestra (14.9.) und das Swedish Radio Symphony Orchestra (15.9.) sowie Dirigent Christoph von Dohnányi, der das Philharmonia Orchestra leiten wird (11.9.). Insgesamt präsentieren die 19 Festivaltage über 70 Werke von 25 Komponisten, erstmals auch im Gropius-Bau, wo Susanne Kennedy mit dem Solistenensemble Kaleidoskop eine Bearbeitung von Monteverdis „Orfeo“ zeigt (18.9.–4.10.).

Das komplette Programm gibt es unter www.berlinerfestspiele.de.

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