60 Jahre Fernsehen : Sag’ mir, was du guckst
21.12.2012 11:13 UhrSechs Jahrzehnte Fernsehen. Sechs Jahrzehnte DFF, NWDR, ARD, ZDF, RTL und was danach sonst alles kam – nach dem ersten „öffentlichen Versuchsprogramm“ im Fernsehen der DDR, das am 21. Dezember 1952 startete. Erste Fernsehansagerin: die jüngst verstorbene Margit Schaukämper. Tage später folgte im Westen die „Tagesschau“. 60 Jahre deutsches Fernsehen. Was war wichtig, was hat geprägt? Shows, Krimi, Kinder-TV, Serien, unterhaltend, spaltend, belehrend – fünf persönliche Erinnerungen an Begegnungen mit einem Medium, das anregt, das nervt, das nie ganz kaltlässt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
MUSIK ZUM HINSCHAUEN
Der „Beat-Club“ brachte ab 1965 die Musik, die sonst vielleicht auf MTV gekommen wäre, wenn es so etwas gegeben hätte.
Es moderierte Uschi Nerke im superkurzen Mini. Beat wurde damals noch Hottentottenmusik genannt, Fernsehunterhaltung bestand darin, dass ältere Herren mit ausgebreiteten Armen Treppen herunterkamen. Den „Beat-Club“ sendete Radio Bremen, die Bilder wurden gern avantgardistisch verzerrt, wären wohl psychedelisch bunt gewesen, wenn der Schwarz-Weiß-Fernseher das hergegeben hätte. 1972 war schon Schluss mit dem „Beat-Club“. Andreas Austilat






