60 Jahre Fernsehen : Sag’ mir, was du guckst

21.12.2012 11:13 Uhrvon , , , , Kurt Sagatz
Ritual vor dem Zubettgehen. Auch in Sachen „Sandmännchen“ (Start: November 1959) hatte das DDR-Fernsehen knapp die Nase vorn. Mindestens genauso bekannt sind die Mainzelmännchen, seit April 1963 das Markenzeichen des ZDF. Fotos: dpa Foto: dpa
Ritual vor dem Zubettgehen. Auch in Sachen „Sandmännchen“ (Start: November 1959) hatte das DDR-Fernsehen knapp die Nase vorn. Mindestens genauso bekannt sind die Mainzelmännchen,... - Foto: dpa

Beat-Club, Kessel Buntes, Tutti Frutti, Derrick – fünf Tagesspiegel-Redakteure schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Flimmerkiste.

Sechs Jahrzehnte Fernsehen. Sechs Jahrzehnte DFF, NWDR, ARD, ZDF, RTL und was danach sonst alles kam – nach dem ersten „öffentlichen Versuchsprogramm“ im Fernsehen der DDR, das am 21. Dezember 1952 startete. Erste Fernsehansagerin: die jüngst verstorbene Margit Schaukämper. Tage später folgte im Westen die „Tagesschau“. 60 Jahre deutsches Fernsehen. Was war wichtig, was hat geprägt? Shows, Krimi, Kinder-TV, Serien, unterhaltend, spaltend, belehrend – fünf persönliche Erinnerungen an Begegnungen mit einem Medium, das anregt, das nervt, das nie ganz kaltlässt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

MUSIK ZUM HINSCHAUEN

Der „Beat-Club“ brachte ab 1965 die Musik, die sonst vielleicht auf MTV gekommen wäre, wenn es so etwas gegeben hätte.

Es moderierte Uschi Nerke im superkurzen Mini. Beat wurde damals noch Hottentottenmusik genannt, Fernsehunterhaltung bestand darin, dass ältere Herren mit ausgebreiteten Armen Treppen herunterkamen. Den „Beat-Club“ sendete Radio Bremen, die Bilder wurden gern avantgardistisch verzerrt, wären wohl psychedelisch bunt gewesen, wenn der Schwarz-Weiß-Fernseher das hergegeben hätte. 1972 war schon Schluss mit dem „Beat-Club“. Andreas Austilat

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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