70. Jahrestag im Fernsehen : Der Krieg und sein Ende

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Der 70. Jahrestag wird zur Stunde der Spartensender.

von und Carsten Rave
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg.
Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg.Foto: dpa

Das Ende des Zweiten Weltkriegs nimmt am Stichtag 8. Mai viel Sendezeit im deutschen Fernsehen ein – doch fast alle Beiträge rund um die Kapitulation sind auf den Spartenkanälen zu sehen. Die großen Fernsehsender, die zum Teil wie ARD und ZDF schon in den Wochen zuvor die Zeit rund um die Kapitulation thematisierten, bringen am 8. Mai ihre Regelprogramme, berichten jedoch in ihren Nachrichtensendungen über das Thema. Eine TV-Übersicht zum 8. Mai:

Arte: Um 15 Uhr 20 ist das französische Kriegsdrama „Die Flüchtigen“ von 2003 mit Emmanuelle Béart zu sehen, um 16 Uhr 25 folgt die Dokumentation „Eine Blutspur durch Frankreich“, dann um 20 Uhr 15 wird das zweiteilige Drama „Deckname Caracalla“ über einen Charles-de-Gaulle-Gefolgsmann ausgestrahlt, der nach der Niederlage von Marschall Pétain gegen Nazi-Deutschland in den Krieg ziehen will.

Phoenix: Um 18 Uhr startet der Ereigniskanal von ARD und ZDF mit der Dokumentation „Im Gleichschritt“, danach folgen die Filme „Zweiter Weltkrieg – Der erste Tag“ (18 Uhr 30) und „Zweiter Weltkrieg – Das erste Opfer“ (19 Uhr 15). Für 20 Uhr 15 ist das Dokudrama „Die letzte Schlacht“ (2005) über den Häuserkampf in Berlin angesetzt, um 22 Uhr „Auf Zeitreise mit Guido Knopp“.

n-tv: Der private Nachrichtensender sendet von 20 Uhr 15 an die fast drei Stunden lange dreiteilige Dokumentation „Kapitulation und Befreiung – Das Ende der Hitlerdiktatur“.

N24: Um 17 Uhr 10 geht es um „Die letzten Tage der Wehrmacht“, am Abend werden dann die Dokus „Der große Krieg“ (20 Uhr 05), „Fataler Frieden“ (21  Uhr 05), „Diktatoren und Demokraten“ (22 Uhr 05), „Der Blitzkrieg“ (23 Uhr 05) Uhr) und „Globaler Krieg“ (0 Uhr 05) gezeigt.

ZDFinfo: Das Programm steigt am 8. Mai um 18 Uhr 45 mit dem Film „Grauen des Krieges“ ein und setzt seinen Schwerpunkt mit der Doku „Die Verbrechen der Befreier“ (19 Uhr 30) fort, dann kommen die Beiträge „Die Stunde Null“ (20 Uhr 15), „Countdown zum Untergang“ (21 Uhr), „Hamburg nach dem Feuersturm“ (21 Uhr 45), „Die Wahrheit über den Holocaust“ (22 Uhr 30) und „Das Dritte Reich vor Gericht“ (23 Uhr 15).

Bereits in den Tagen zuvor widmen sich die Sender dem historischen Datum, wenn auch etwas zurückhaltender. Unter anderem wiederholt 3sat von Dienstag an um jeweils 20 Uhr 15 an drei Abenden hintereinander den gut zwei Jahre alten, preisgekrönten und viel besprochenen ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“, N 24 hat die Abende vom 6. und 7. Mai vollgepackt mit Dokumentationen.

Das ZDF sendet am Dienstag um 20 Uhr 15 in Erstausstrahlung die Dokumentation „Die Verbrechen der Befreier – Amerikas dunkle Geheimnisse im Zweiten Weltkrieg“ über die Gräueltaten der Sieger, die ZDFinfo am 8. Mai wiederholt. Der RBB zeigt am Dienstag um 20 Uhr 15 den Film „Schlachtfeld Berlin“. Er setzt mit dem 16. April 1945 ein, dem Tag, als die sowjetische Großoffensive an der Oder begann. Schnell erreichte die Rote Armee Berlin, das am 2. Mai 1945 kapitulierte.

Die ARD strahlt am Mittwoch um 20 Uhr 15 den preisgekrönten Kinofilm „Die verlorene Zeit“ von 2011 aus, in dem eine in New York lebende ehemalige Gefangene aus dem Vernichtungslager Auschwitz (gespielt von Dagmar Manzel) im Jahr 1976 ihren Befreier, einen Polen, zufällig im Fernsehen wiedersieht und unbedingt Kontakt zu ihm aufnehmen will. Carsten Rave/Joachim Huber

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