76 Leichen im ARD-Krimi : Weniger Tote im „Tatort“

2013 gibt es im "Tatort" weniger Tote als im Vorjahr. Til Schweiger ist als Kommissar Nick Tschiller Rekordhalter mit den meisten Leichen - aber nicht mit der "Schnellsten".

von
Als Kommissar Nick Tschiller gibt Til Schweiger, 48, alles. Sein erster „Tatort“ soll im Frühjahr 2013 in der ARD laufen. Foto: Mehden/NDR
Als Kommissar Nick Tschiller gibt Til Schweiger, 48, alles. Sein erster „Tatort“ soll im Frühjahr 2013 in der ARD laufen. Foto:...

In Deutschlands beliebtester TV-Krimireihe gibt es in diesem Jahr weniger Morde: 76 Tote werden es am Ende des Jahres beim ARD-„Tatort“ sein, wie die Fanseite tatort-fundus.de für die 37 Erstausstrahlungen 2013 errechnet hat. Im Vorjahr hatte es bei weniger Filmen mehr Leichen gegeben: und zwar 88 Tote in 35 Krimis.

Sieben Tote gibt es in Schweigers "Tatort"

Der „Tatort“ mit den meisten Leichen war Til Schweigers Einstand am 10. März. Am Ende der Handlung von „Willkommen in Hamburg“ waren sieben Figuren gestorben. Nur ein „Tatort“ kam ganz ohne Leiche aus: der Berliner Fall „Machtlos“ vom 6. Januar.

Die häufigsten Todesarten laut „Tatort-Fundus“: 1. erschossen (23 Leichen), 2. erstochen (elf), 3. erschlagen (sieben), 4. erstickt (fünf) und 5. erdrosselt oder – nach Bewusstlosigkeit – ertrunken (jeweils drei). Die einzige Giftleiche des Jahres gab es im Münchner „Tatort: Aus der Tiefe der Zeit“ von Dominik Graf (27. Oktober).

Der Mörder ist im Krimi meistens männlich

Auch mit der Geschlechterverteilung haben sich die Experten beschäftigt: Bei 54 Toten war der Mörder männlich, bei 21 weiblich. In einem Fall („Feuerteufel“ vom 28. April mit Wotan Wilke Möhring) trieb eine Bürgerwehr von Männern und Frauen gemeinsam jemanden in den Tod. Bei den Opfern waren 69 Prozent männlich (53 Leichen) und 31 Prozent weiblich (23 Leichen).

Die "schnellste" Leiche gibt es nach 36 Sekunden

In den meisten „Tatort“-Krimis taucht die Leiche übrigens in den ersten fünf bis zehn Minuten auf. Die „schnellste Leiche“ 2013 war im Münster-„Tatort“ namens „Die chinesische Prinzessin“ vom 20. Oktober zu sehen: 36 Sekunden nach dem Vorspann. Die „späteste Leiche“ dagegen bot der Bodensee-„Tatort“ mit dem Titel „Die schöne Mona ist tot“ vom 3. Februar: und zwar erst nach 86 Minuten. Im Münchner „Tatort: Der tiefe Schlaf“ starb mit Gisbert sogar ein Assistent des Ermittlerteams. Gespielt wurde er von Fabian Hinrichs, der nun als Kommissar im neuen Franken-„Tatort“ zurückkehrt. sal/dpa

Autor

3 Kommentare

Neuester Kommentar