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Alles für Die Partei : Martin Sonneborn bastelt weiter an seiner Fernsehkarriere

Kaum schickt das ZDF den "heute-show"-Mitarbeiter in die Zwangspause, denkt der Satiriker über RTL 2 nach. Auch Parlaments-Fernsehen wäre sein Ding. Zum Abschied gab's eine Rekordquote.

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Er ist dann mal weg. Martin Sonneborn grüßt seine ZDF-Fans. Foto: dpa
Er ist dann mal weg. Martin Sonneborn grüßt seine ZDF-Fans. Foto: dpaFoto: dpa

Fernsehen kann eine Sucht sein, das wissen die „Dauerglotzer“ ebenso wie die Macher. Martin Sonneborn ist ein TV-Aktivist der späten ZDF-Stunde. Aber genau dieser Sender hat Sonneborn eine Zwangspause verordnet. „Das ZDF wird für die Dauer der Tätigkeit von Herrn Sonneborn im Europäischen Parlament nicht mit ihm zusammenarbeiten“, hatte ein Sprecher am Donnerstag erklärt. Sonneborn, Gründer und Chef der „Partei“, nimmt sein Mandat am 1. Juli auf, unklar ist, ob er es tatsächlich für die fünfjährige Legislaturperiode ausüben wird.

Trotz Zwangspause in der „heute-show“ will der Satiriker und ehemalige „Titanic“-Chefredakteur weiter an seiner Fernsehkarriere basteln. „Ich warte jetzt auf einen Anruf von RTL 2. Wenn keiner kommt, mache ich Parlamentsfernsehen“, sagte der 49-Jährige am Freitag in Berlin dem Evangelischen Pressedienst. Martin Sonneborn gründete „Die Partei“ – eine Parodie auf das deutsche Parteienwesen – gemeinsam mit Kollegen des Satireblattes „Titanic“ 2004. In diesem Jahr gewann der Satiriker den Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur für seine ZDF-Reportagereihe „Sonneborn rettet die Welt“.

Rekordquote zum Abschied

Bei seinem vorerst letzten Auftritt in der "heute-show" konnte er sich am Freitagabend mit einer Rekordquote verabschieden. Trotz später Sendezeit um 23 Uhr 20 schalteten 3,90 Millionen Zuschauer (Marktanteil 25,1 Prozent) ein. Für die Sendung ein Allzeitrekord, der vor allem durch das starke Vorprogramm bedingt war. Fast zehn Millionen Zuschauer (Marktanteil 37,8 Prozent) hatten vorab das letzte Testspiel der deutschen Mannschaft vor der WM verfolgt, bei dem das Team aus Armenien mit 6:1 geschlagen wurde. jbh

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