Anonymous-Operation "OPBlitzkrieg" : Netzaktivisten legen mehrere NPD-Seiten lahm

Mehrere Internetseiten der rechtsextremen NPD sind am Freitag nicht zu erreichen. Grund dafür ist offenbar eine Cyber-Attacke des Aktivisten-Kollektivs Anonymous.

von
Wer verbirgt sich hinter der Maske? Die Netzaktivisten legen großen Wert auf ihre Anonymität. Foto: dpa
Wer verbirgt sich hinter der Maske? Die Netzaktivisten legen großen Wert auf ihre Anonymität.Foto: dpa

Seit Mitternacht sind einige Internet-Seiten der rechtsextremen Partei NPD lahmgelegt, darunter die Hauptseite und verschiedene Seiten der Landesverbände. Dahinter stecken offenbar Netzaktivisten von Anonymous. So berichten einige Hacker auf Twitter unter dem Hashtag #OPBlitzkrieg über die erfolgreichen Cyber-Angriffe auf die Websites. Die rechtsradikale Partei war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Anonymous begreift sich weniger als eine konkrete Gruppe von Aktivisten als eine Lebenseinstellung. Zuletzt fiel das weltweit operierende Kollektiv mit Cyber-Angriffen auf Facebook und die Israelische Regierung auf. Vor kurzem wurde auch verkündet, im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien aktiv werden zu wollen, um die Verschwendung anzuprangern. Symbol von Anonymous ist die Maske aus den Comics und dem Film "V wie Vendetta", die an den britischen Widerstandskämpfer Guy Fawkes erinnern soll.

Innerhalb des Kollektivs ist "Operation Blitzkrieg" umstritten. So wird auf anonpedia.net argumentiert, dass Cyber-Angriffe auf rechtsradikale Seiten die Meinungsfreiheit im Netz beeinträchtigten.

Autor

1 Kommentar

Neuester Kommentar