ARD gründet "faktenfinder" : Fake News aufspüren und aufklären

Gezielte Falschmeldungen eindämmen: Die ARD gründet das Online-Portal „faktenfinder“ zur Aufklärung von Fake News.

Catharina Schick
Patrick Gensing ist Projektleiter von "faktenfinder".
Patrick Gensing ist Projektleiter von "faktenfinder".Foto: promo

Fake News sind ein immer wiederkehrendes Thema, nicht nur in sozialen Netzwerken. Auch Nachrichtensendungen befassen sich zusehends mit Falschmeldungen und deren Aufklärung. Am Montag startete die ARD eine Initiative zur Aufdeckung und Erklärung falscher Nachrichten. Das Onlineportal „faktenfinder“ fungiert als ARD-Netzwerk, um Phänomene wie politische Propaganda, Gerüchte, Lügen und Halbwahrheiten im Internet zu sammeln und richtig zu stellen.

Die Redakteure der Anti-Fake-News-Redaktion der "Tagesschau" in Hamburg wollen durch fundierte Quellen Falschmeldungen frühzeitig identifizieren. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, erklärte auf tagesschau.de, dass sie aktiv auf die Suche gehen und auffällige Websites, Blogs und Foren untersuchen und Information sammeln. Fakten sollen bei "Falschheit" mit entsprechenden Warnhinweisen versehen werden.

Warum sind Fake News so ein großes Thema?

Neben der Identifizierung von Fake News gilt es der Frage nachzugehen, warum Falschmeldungen ein derartig großes Thema geworden seien, so Projektleiter Patrick Gensing von tagesschau.de. Es solle diskutiert werden, wie Nutzer die Wirkung von Fake News begrenzen und wie tagesaktuelle Medien mit Falschnachrichten umgehen können.

Ist die Berichterstattung sinnvoll oder dient es nur dem Zweck Aufmerksamkeit für Kanäle zu generieren, die offensichtlich gezielt diese oder jene Falschmeldung verbreitet haben? Trägt man der Verbreitung damit nur noch bei? Einige Urheber von Fake News handeln aus Geltungsdrang, andere verfolgen kommerzielle Interessen. Die meisten jedoch verfolgen politische Motive. Der Kampf gegen gezielte Falschmeldungen und Desinformation lässt sich nicht durch Gesetze gewinnen. Es ist vielmehr Aufgabe von Journalisten und Medien, über dieses Problem aufzuklären. All das will die ARD, gemeinsam mit ihrem neuen Onlineportal „faktenfinder“.

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