ARD intern : Kleine Sender hoffen auf Hilfen

17.07.2012 00:00 Uhrvon

Radio Bremen meldet Mehrbedarf an. Der RBB will allerdings auf Finanzausgleich verzichten.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer werden sich 2014 damit beschäftigen, wie der ARD-Sender Radio Bremen eine „langfristig stabile Finanzierung“ erhalten kann. Dies kündigte der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) im „Focus“ an. Die kleinste ARD-Anstalt erhält derzeit aus dem internen ARD-Finanzausgleich 26,1 Millionen Euro jährlich.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) will hingegen auch künftig auf einen Finanzausgleich verzichten. Der Sender habe bislang keine solchen Hilfen erhalten und will auch künftig ohne feste Ausgleichszahlungen wirtschaften, teilte ein Sprecher dem Tagesspiegel mit. Die Fusion von ORB und SFB im Jahr 2003 sei schließlich genau aus dem Grunde zustande gekommen, um ohne solche Hilfen auszukommen.

Ganz ohne Hilfen ging es jedoch auch in Berlin und Brandenburg nicht. Seit 2009/2010 erhielt der RBB von der ARD ein Darlehen von 20 Millionen Euro, das ab 2016 zurückgezahlt wird.

Dem finanziell angeschlagenen Sender Radio Bremen wird die ARD für 2013 ein Überbrückungsdarlehen von rund vier Millionen Euro gewähren, das ab 2018 getilgt werden muss. Für das Jahr 2014 meldete Radio Bremen noch einmal einen Mehrbedarf von ebenfalls rund vier Millionen Euro an. SPD-Bürgermeister Böhrnsen räumte ein, dass die „Sichtbarkeit“ von Radio Bremen „geringer“ geworden sei. Jedoch sei der Sender „für uns und Nordwestdeutschland unverzichtbar“.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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