ARD und ZDF : So sehen Sie die Spiele live im Netz
24.07.2012 00:00 UhrFreunde des BMX-Radsports, Gewichthebens oder Bogenschießens aufgepasst: Wenn am Freitag in London die Olympischen Spiele beginnen, wollen ARD und ZDF in ihrer Berichterstattung neue Wege beschreiten. Eine zusätzliche Bühne für die meisten Sportarten. Bis zu sechs gleichzeitig angebotene Live-Streams via Internet sollen das ohnehin schon satte „klassische“ Fernsehprogramm ergänzen. Olympia total, zusammen mit den beiden öffentlich-rechtlichen Hauptprogrammen macht das rund 900 Stunden Olympia in den kommenden drei Wochen.
Ganz neu ist die Zusatzversorgung nicht. Früher liefen ergänzende Olympia-Live-Übertragungen über die Digitalkanäle von ARD und ZDF oder 3 sat, jetzt soll ein Mehrwert im Netz erzielt werden. Über zusätzliche Kosten beim öffentlich-rechtlichen Olympiaengagement zu klagen, wie es der Privatsenderverband VPRT gleich reflexartig getan hat, macht in diesem Zusammenhang denn auch wenig Sinn. Die Privatsender warfen den gebührenfinanzierten Programmen über ihren Lobbyverband „Maßlosigkeit“ vor. Verantwortliche der betroffenen Sender kontern. ARD-Olympiachef Walter Johannsen bezeichnete das Angebot als Chance, „auch solche Sportarten zu verfolgen, die nicht automatisch im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen“. So garantiere die ARD größtmögliche sportliche Vielfalt, ergänzt Thomas Luerweg, Online-Sportchef des NDR.
Bildergalerie: Die olympischen Spielstätten in London
Warum auch nicht? ARD und ZDF haben für viel Geld die Rechte an Olympia in London erworben. Im Rahmen eines Vertrages mit der EBU (European Broadcasting Union) hatten die beiden Sender 85 Millionen Euro für die TV-Rechte aus Vancouver 2010 und London 2012 an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu zahlen. Wenn Dutzende von Reportern, Redakteuren und technischen Mitarbeitern und Kameras rübergeschickt werden, käme es einer Ressourcenverschwendung gleich, wenn nicht auch Randsportarten mit den vom Host Broadcaster OBS (Olympic Broadcasting Services) für die ganze Welt produzierten Bildern auch über Breitbandkanäle frei ins Haus kommen. Kommentiert werden sollen 60 Prozent der Live-Bilder, sagt ein NDR-Sprecher, und zwar von Reportern der an dem Tag jeweils nicht übertragenden Anstalt ARD oder ZDF. Beim Rest gibt es immerhin Stadionatmosphäre.









