Aus Tschauder wird Tschiller : Schweigers Kommissar umgetauft

Zwei Tage vor Drehbeginn verkündete Til Schweiger, dass ihm sein Name als "Tatort"-Kommissar nicht gefalle. Der Sender reagierte prompt auf den Wunsch seines neuen Stars - nicht zum ersten Mal.

von
Ermittelt künftig im Tatort: Til Schweiger.
Ermittelt künftig im Tatort: Til Schweiger.Foto: dapd

Til Schweiger hat die Schlagzeile wohl schon vor sich gesehen: „Tschauderhaft“. So könnten Journalisten womöglich titeln, wenn sie über ihn als „Tatort“-Kommissar Nick Tschauder schreiben.
Sein Rollenname gefalle ihm nicht besonders, sagte der Schauspieler am Sonntag, zwei Tage vor Drehbeginn zur ersten Folge. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) – seinem neuen Star-Ermittler wohl gewogen – reagierte prompt. Rechtzeitig zum gestrigen ersten Drehtag in Hamburg ist aus Nick Tschauder Nick Tschiller geworden. „Auf diesen Namen haben sich die Redaktion des NDR-,Tatorts‘ und Til Schweiger verständigt“, sagte NDR-Sprecher Ralf Pleßmann am Dienstag dem Tagesspiegel. Wer dabei den größeren kreativen Einfluss hatte, das will der Sender nicht verraten – sofern von Kreativität gesprochen werden kann.

Der Sender war vorab schon auf andere Anregungen Schweigers eingegangen. So spielt seine Tochter Luna seine Filmtochter Lenny, statt der sonst üblichen 21 Drehtage hat der Schweiger „Tatort“ 24. Das nicht öffentlich gemachte Budget soll bei zwei Millionen Euro liegen, bei vergleichbaren Krimi-Produktionen beläuft sich eher auf 1,5 Millionen. Eine Anregung von Schweiger wurde dann aber doch nicht realisiert: den Vorspann des „Tatorts“ abzuschaffen. Den hatte Schweiger als „outdatet“ bezeichnet, als aus der Zeit gefallen.

Noch bis Anfang Dezember dreht Schweiger seine erste „Tatort“-Folge. Die Ausstrahlung ist für 2013 geplant, mindestens zehn Millionen Zuschauer sollen einschalten. Vor Namensspielereien ist Schweiger als Tschiller dann allerdings auch nicht gefeit. Sonja Pohlmann

29 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben