• "Bohemian Rhapsody", "We are the Champions": Arte-Doku erinnert an "Queen"-Erfolge vor 40 Jahren

"Bohemian Rhapsody", "We are the Champions" : Arte-Doku erinnert an "Queen"-Erfolge vor 40 Jahren

In der Arte-Dokumentation "Queen behind the Rhapsody" werden die Triumphe der Rockgruppe in den 70er Jahren zelebriert.

Klaus Braeuer
Freddie Mercury, der 1991 gestorbene Sänger von „Queen“, konnte sich nicht vorstellen, dass ein Song wie „Bohemian Rhapsody“ so lange erfolgreich sein würde. Foto: dpa
Freddie Mercury, der 1991 gestorbene Sänger von „Queen“, konnte sich nicht vorstellen, dass ein Song wie „Bohemian Rhapsody“ so...Foto: dpa

Es gibt Künstler, die auch nach ihrem Tod unvergessen bleiben – so wie Freddie Mercury. Er war Sänger der britischen Rockgruppe „Queen“ und ist bis heute präsent – obwohl er schon über 25 Jahre tot ist. Von ihm, seiner Band und seinen Mitstreitern handelt die Arte-Dokumentation „Queen behind the Rhapsody“.

„Wir konnten uns nicht vorstellen, dass die Leute auch 40 Jahre später noch hingerissen sein würden von einem Lied wie ,Bohemian Rhapsody‘, das eigentlich aus drei Songs bestand, die ich zu einem Song verbinden wollte“, erzählt Freddie Mercury in dieser Doku. Während „Bohemian Rhapsody“ bereits 1975 herauskam, wird ein anderer „Queen“-Song in diesem Jahr tatsächlich 40 Jahre alt: „We Are the Champions“, der zur Hymne gewordene Song der Band.

Roger Taylor war Backing-Sänger, also im Hintergrund, und hatte gemeinsam mit Brian May im April 1970 die Band gegründet, denen sie später den Namen „Queen“ gaben. Hinzu kamen noch der Bassist John Deacon und eben Freddie Mercury als Leadsänger. Die Band blieb bis zu Mercurys Tod im November 1991 in dieser Besetzung zusammen.

„Der Name war schon etwas pompös. Aber Freddie wollte ihn“, erinnert sich der inzwischen 68-jährige Roger Taylor. „Er war schon immer sehr fleißig, er hat sich das Spielen selbst beigebracht und machte bei verschiedenen Bands mit. Er hatte allerdings keinerlei Erfahrung – außer der, dass er Cliff Richard vor dem Spiegel nachmachte“. Brian May, 70, sagt im Film, dass alle in der Band ziemlich arrogant gewesen seien, aber im Grunde nicht wussten, warum. Nachdem ab 1986 wegen Mercurys HIV-Erkrankung keine anstrengenden Konzertreisen mehr möglich waren, gründete Roger Taylor im Herbst 1987 die Band „The Cross“, um wieder auf Tournee gehen zu können. Nach Mercurys Tod und dem ihm zu Ehren veranstalteten „Freddie Mercury Tribute Concert“ arbeiteten May und Taylor an diversen Aids-Projekten mit und traten weiterhin unter dem Namen „Queen“ auf.

Eine Band ohne Zerwürfnisse

Songs wie „You’re my best friend“ (1975), „Somebody to Love“ (1976) oder „I was Born to Love you“ (1985) sind bis heute unvergessen. Die Bandmitglieder gaben alles, suchten Entspannung bei Alkohol und Drogen. Diverse Krankheiten und Zusammenbrüche waren die Folge. Über größere Zerwürfnisse unter den Bandmitgliedern wurde allerdings nichts bekannt. John Deacon, 65, zog sich Ende der 90er Jahre aus dem Musikgeschäft zurück. Er sagt ebenso wie die beiden anderen noch lebenden Bandmitglieder, dass es ihnen nie um den Kommerz gegangen sei.

Die sehenswerte Doku von Simon Lupton und Rhys Thomas enthält zwar keine Statements von Musikkritikern oder Familienangehörigen. Neben den Aussagen der ehemaligen Bandmitglieder gibt es jedoch diverse Ausschnitte aus Konzerten und lange Musikstücke zu sehen und hören. Der anfangs noch bartlose und sehr jung aussehende Freddie Mercury – der jetzt 70 Jahre alt wäre – ist in vielen seiner bunten Outfits zu sehen. Später trat er dann mit Schnauzbart und in Lederklamotten auf. Er war nicht nur Sänger, sondern auch Komponist und Texter, beim Schreiben aber nicht allzu begnadet, wie er selber zugab. Egal: Zu jeder erfolgreichen Band gehört ein Song, der einschlägt – so wie „Bohemian Rhapsody“, der sich mehr als fünf Millionen Mal verkaufte. Worum es in dem Lied genau geht, weiß allerdings keiner der noch lebenden Bandmitglieder. Taylor sagt: „Freddie würde über eine solche Frage vermutlich lachen“. Klaus Braeuer , dpa

„Queen behind the Rhapsody“, Arte, Freitag, 21 Uhr 45

9 Kommentare

Neuester Kommentar