Casting-Show-Finale : Aneta Sablik aus Bayern gewinnt die elfte Staffel von „DSDS“

Deutschland hat mal wieder einen neuen Superstar. Und der heißt Aneta Sablik. Die blonde Langbeinige mit der gewaltigen Stimme gewann das DSDS-Finale und stellte ihren eigenen Dance-Song vor - ein Ohrwurm für den Ballermann und die Dorf-Disco.

Gewinnerin Sablik: Dieter Bohlen lobt sie als "Supernova".
Gewinnerin Sablik: Dieter Bohlen lobt sie als "Supernova".Foto: dpa

Es hätte die Geschichte werden können vom netten Mädchen, das es vom Drive-In-Schalter einer Fastfoodkette auf die Bühnen der Welt schaffen könnte. Das ließe sich sicher gut vermarkten. Dennoch entschieden die Zuschauer der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstagabend anders und voteten beim Staffelfinale mit 57,8 Prozent - eben nicht für die bodenständige Meltem Acikgöz - sondern für ihre Konkurrentin Aneta Sablik.

Jetzt ist es die Geschichte der 25-jährigen Journalistik-Studentin aus dem bayerischen Gelting, die vor zweieinhalb Jahren aus Polen her zog, mit der sich Marketing-Experten von RTL und dem Musikkonzern Universal beschäftigen werden. Und auch wenn die erste Version rühriger gewesen wäre: An der Stimmgewaltigkeit und Ausstrahlung des Rauschgoldengels mit den langen Beinen kam man am Samstagabend nicht vorbei. Die Nachwuchssängerin rockte einfach die Bühne. So war es dann am Ende nicht verwunderlich, dass Aneta das Finale und damit 500 000 Euro, einen Kleinwagen und einen Plattenvertrag mit Universal gewann.

Rapper Prince Kay One zollt Respekt

Pop-Titan und Jury-Schlachtross Dieter Bohlen hatte es gleich gesagt: „DSDS war ihre Chance, und die hat sie ergriffen.“ Für ihn ist Aneta „eine Sonne, eine Supernova“, die eine unglaubliche „Leistungsdichte“ gezeigt habe. Jurymitglied Kenneth Glöckler alias Prince Kay One fand alle drei Auftritte „geil“ oder „supergeil“ und zollte Aneta in Rapper-Manier immer wieder „Respekt“. Kollegin Mieze Katz erinnerte an die Zeit, als Aneta nur „drei Worte Deutsch konnte“ und sprach von einer „emanzipierten Powerfrau“. Die vierte am Jury-Tisch, Marianne Rosenberg, bemühte sich stets um musikalisch fundierte und eloquente Kritiken.

Vor allem mit Michael Jacksons Hit „Dirty Diana“ und dem eigens geschrieben Dance-Song „The One“ punktete Aneta bei der Jury. „Ich höre das Lied schon in den Clubs“, prophezeite Moderatorin Nazan Eckes. Sie wird wahrscheinlich recht behalten: Der Song hat Ohrwurm-Potenzial für jedweden Tanzschuppen, ob am Ballermann auf Mallorca oder in der Dorf-Disco.

„Vom schüchternen Mädchen zur Balladen-Queen“

„Knuffelig und weich, sie trinkt morgens immer drei Liter Weichspüler“, sagte Bohlen kurz vor der Entscheidung zur zweiten Finalistin Meltem aus Dilligen im Saarland. Immer wieder wurde der Aufstieg der 24-jährigen vom Fastfood-Schalter auf die Bühne thematisiert, auch ihre Entwicklung „von der grauen Maus“, „vom schüchternen Mädchen zur Balladen-Queen“. Die Kritiken der Jury waren am Samstagabend durchweg gut. „Durch dich habe ich gemerkt, dass ich ein Herz habe“, lobte überraschenderweise Dauermacho Prince Kay One.

Doch es reichte nicht zum Sieg.

Zum ersten Mal in der DSDS-Geschichte standen am Samstag drei Kandidaten im Finale. Nach der ersten Runde traf es Daniel Ceylan (28) aus Meschede im Sauerland. 30 Kilo hatte er während der Staffel abgenommen und bekannte: „Ich habe noch nie in meinem Leben so gekämpft.“ Während Nummer Zwei und Drei noch dabei sind, die Niederlage zu verarbeiten, laufen bei RTL indessen schon die Werbespots für die zwölfte Staffel im nächsten Jahr - und das trotz schwächelnder Quoten. Alles eine Sache der Vermarktung. (dpa)

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