Deutschlandfunk : Eine Marke, drei Programme

Das Deutschlandradio hat eine neue Markenführung. Indes schlägt der Verwaltungsrat MDR-Chefredakteur Stefan Raue als Intendanten vor.

MDR-Chefredakteur Stefan Raue.
MDR-Chefredakteur Stefan Raue.Foto: MDR/Marco Prosch

„Deutschland funkt unter neuen Namen“, so weist das Deutschlandradio auf die neue Markenführung seiner drei nationalen Hörfunkprogramme hin, die nun unter einer einheitlichen Marke operieren. Deutschlandradio Kultur heißt nun Deutschlandfunk Kultur, die Digitalwelle DRadio Wissen wird in Deutschlandfunk Nova umbenannt, nur der Deutschlandfunk behält seinen Namen. Und auch das Deutschlandradio als gemeinsame Dachmarke bleibt bestehen.

Mit der neuen Markenführung soll Hörern und Nutzern der drei Wellen die Zuordnung und Orientierung erleichtert werden. Mit dem Gütesiegel Deutschlandfunk wolle man die Verwandtschaft der Programme aus Köln und Berlin unterstreichen und gleichzeitig die Auffindbarkeit verbessern, auch im Netz und bei den diversen Drittplattformen.

Die neue Namensgebung – die sich auch auf die Internetadressen auswirkt – markiert laut Deutschlandradio den Abschluss der inhaltlichen und strukturellen Modernisierung der Programme. Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova böten heute ein klares und aufeinander abgestimmtes Profil mit unterschiedlichen Ansprachen und Zugängen zu den jeweiligen Themen.

Indes wurde bekannt, dass Stefan Raue, 58, Chefredakteur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Intendant des Deutschlandradios werden soll (der Tagesspiegel berichtete). Der Verwaltungsrat schlug den Journalisten als Nachfolger von Willi Steul, 66, vor, der im vergangenen Jahr vorzeitig sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Die Entscheidung des Verwaltungsrats sei mit den Stimmen aller acht Mitglieder gefallen, teilte der Sender am Freitag in Berlin mit. Über die Personalie soll der Hörfunkrat am 8. Juni in Köln abstimmen. Für eine Bestätigung des Vorschlags ist eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig. Raue ist der einzige Kandidat.

Der in Wuppertal geborene Raue war von 1987 bis 1990 Reporter beim Westdeutschen Rundfunk. Anschließend arbeitete er als Politikredakteur und Chef vom Dienst bei RIAS-TV, bevor er 1992 zum Fernsehen der Deutschen Welle wechselte. Ab 1995 war Raue in verschiedenen Positionen beim ZDF tätig, unter anderem als stellvertretender Leiter der „heute“-Redaktion. 2011 ging er als Chefredakteur zum MDR nach Leipzig. sag

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