Von NSA-Affäre bis Wahlkampf : Ronald Pofalla beendet Dinge

Ronald Pofalla bestreitet die Totalausspähung durch die USA und zieht so Spott in den sozialen Netzwerken auf sich. Von NSA-Affäre bis Wahlkampf: Auf Tumblr, Twitter und Facebook beendet der Kanzleramtminister nun Dinge.

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Auch die Bauerarbeiten am BER sind beendet: Screenshot der Tumblr-Seite Pofalla beendet Dinge. Screenshot: TSP
Auch die Bauerarbeiten am BER sind beendet: Screenshot der Tumblr-Seite Pofalla beendet Dinge.Screenshot: TSP

Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) bestreitet eine Totalausspähung deutscher Bürger durch den US-Geheimdienst NSA. Es gebe in Deutschland keine millionenfache Grundrechtsverletzung, wie immer behauptet werde, der Vorwurf der vermeintlichen Totalausspähung sei vom Tisch, sagte Pofalla nach einer Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) des Bundestags für die Geheimdienste. Für die Opposition sind die Vorwürfe dagegen noch nicht entkräftet - und auch im Netz regt sich der Zweifel über diese Aussage.

Weil Pofalla die komplette NSA-Affäre kurzerhand für beendet erklärte, wurde ihm nun ein eigener kleiner Blog gewidmet: Auf der Microbloggingplattform "Tumblr" montieren Nutzer Pofallas Profilbild in immer neuen Kontexten und lassen ihn vom Wahlkampf bis hin zu den Bauarbeiten beim BER Dinge beenden. Mit großem Kopfsalat statt Profil verkündet der fiktive Pofalla so beispielsweise, dass der Veggie-Day mit sofortiger Wirkung beendet sei. Auch die Unfähigkeit der Deutschen Bahn, der Klimawandel und die Unendlichkeit werden als erledigt abgehakt. Der Hype um Pofallas Aussage setzt sich auch auf anderen sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Twitter, fort. Hier sind die einzelnen Hashtags #Pofalla und #Pofallabeendetdinge sogar in den deutschen Trending Topics - den meistgenutzten Schlagworten der Stunde. "Wir schließen uns #Pofalla an und erklären die Eurokrise, den Klimawandel und Justin Biebers Karriere für beendet. Irgendwann reicht es mal.", twittern zum Beispiel die Kollegen von extra3.

Der Mann vom Balkon fragt im Gegensatz dazu ganz ketzerisch in die Runde: "Wer ist denn dieser Beendet, für den hier immer alles erklärt wird?" An kreativen Ideen mangelt es bei den Nutzern nicht: "Dinge, die #Pofalla beenden sollte: EU-Krise, Steuerhinterziehung, Subventionsbetrug, Erderwärmung, Altersentwicklung", zählt Twitter-User CBGreenwood auf. Andere Nutzer freuen sich einfach: Endlich räumt hier mal einer auf! Danke, Herr Pofalla!

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