Facebook-Nutzung : Nachrichten aus dem Netzwerk

Für viele jüngere Erwachsene unter den Facebook-Mitgliedern ist das soziale Netzwerk inzwischen die wichtigste Informationsquelle - zumindest in den USA, wie eine Studie des Pew-Instituts ergibt.

Ist facebook das meist überschätzte Unternehmen der Welt?
Ist facebook das meist überschätzte Unternehmen der Welt?Foto: AFP

Das Onlinenetzwerk Facebook wird als Nachrichtenquelle zunehmend bedeutender. Dies ergab eine Untersuchung des Pew Research Centers und der Knight Foundation, die jetzt veröffentlicht wurde. Demnach nutzen in den USA 64 Prozent der Erwachsenen das soziale Netzwerk. Knapp die Hälfte der Facebook-Mitglieder erhält über das Netzwerk Nachrichten.

Besonders die 18- bis 29-Jährigen, die rund ein Drittel der Nachrichtennutzer auf Facebook stellen, konsultieren der Studie zufolge das Netzwerk, um dort die neuesten Schlagzeilen zu erfahren. Diese jungen Erwachsenen betrachten Facebook entsprechend als wichtige Nachrichtenquelle. Laut den Autoren der Studie konfrontiert Facebook Menschen mit Nachrichten, die sie sonst womöglich nicht erhalten würden, indem sie etwa von Freunden Links zu Medienartikeln weitergeleitet bekommen. Zugleich versuchen die Medien selbst, über Posts in den sozialen Netzwerken auf ihre Beiträge aufmerksam zu machen.

Die Mehrzahl der Facebook-Nutzer suchen die Nachrichten allerdings nicht gezielt. Der Untersuchung zufolge stoßen sie eher zufällig auf die Nachrichteneinträge. Nur 22 Prozent der Befragten gaben an, Facebook aktiv für die Suche nach Nachrichten einzusetzen. Im Vordergrund stehen zumeist andere Gründe: „Die Leute gehen zu Facebook, um persönliche Momente zu teilen. Und sie entdecken dabei die Nachrichten fast zufällig“, sagte die Pew-Direktorin für Medienforschung, Amy Mitchell. Dies könnte allerdings gerade bei denjenigen, die nicht regelmäßig die Nachrichten verfolgen, die Bedeutung von Facebook als Nachrichtenquelle noch erhöhen. Die Studie zeigte tatsächlich, dass die Bedeutung von Facebook als Nachrichtenquelle umso höher eingeschätzt wird, desto weniger die Nutzer sonst die Nachrichten verfolgen. AFP/sag

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