Frauensender ARD : Dagmar Reim will RBB-Chefin bleiben

Und Thomas Gottschalk sucht eine kluge, freche Partnerin für seine ARD-Vorabendshow.

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In der ARD sind wieder Jobs zu vergeben. Thomas Gottschalk soll für seine Vorabendshow laut „Spiegel“ auf der Suche nach einer Partnerin sein. Gottschalk wünsche sich „eine möglichst unbekannte, freche, kluge Frau“, hieß es. Sie solle ihm Themen zuspielen, damit er „spontan reagieren“ könne und nicht mehr alleiniger Motor der Sendung sei.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) sucht laut Stellenausschreibung vom Wochenende „eine Intendantin/einen Intendanten“. Bis zum 12. April sind „aussagefähige schriftliche Bewerbungen“ möglich. Eine liegt schon vor, von der amtierenden Senderchefin Dagmar Reim. Die 60-jährige Intendantin kandidiert für ihre dritte Amtszeit und will bis 2018 im Amt bleiben. Das erklärte der Rundfunkratsvorsitzende Hans Helmut Prinzler am Sonntag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Eine dritte Amtszeit von Dagmar Reim wäre ein Vorteil für den Sender“, betonte er. Sie leiste hervorragende Arbeit. Reim ist Gründungsintendantin des RBB und seit 2003 im Amt. Der Rundfunkrat entscheidet voraussichtlich am 21. Juni über die neue, fünfjährige Amtsperiode. Eine Rundfunkratskommission mit sieben Mitgliedern sichtet die Bewerbungen und macht einen Wahlvorschlag. Bei der Wahl im derzeit 29 Mitglieder zählenden Rundfunkrat ist eine Zweidrittelmehrheit nötig. Die größte Überraschung wäre, wenn satisfaktionsfähige Kandidaten gegen Reim antreten wollten.

Was die RBB-Chefin und Gottschalk verbindet, ist die Suche nach mehr Fernsehzuschauern. Während die ARD-Vorabendshow stark schwächelt, ist das RBB-Fernsehen Schlusslicht aller ARD-Dritten. Jetzt ist eine Reform auf den Weg gebracht, die Dagmar Reim selber ein „Reförmchen“ nennt. Die sechs Hörfunkwellen der Zweiländeranstalt behaupten sich wesentlich gegen die private Konkurrenz, Antenne Brandenburg ist Marktführer in der Region. jbh

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