Fußball-WM 2022 : ARD und ZDF sichern sich Rechte für Katar

Die öffentlich-rechtlichen Sender planen bereits die übernächste Fußball-WM. Für 2022 haben sie sich die Übertragung gesichert - ob sie aus Katar jedoch auch alle Spiele zeigen, bleibt offen.

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Umstritten ist die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar. Franz Beckenbauer (r.) traf 2000 Mohamed bin Hammam. Beckenbauer war damals Chef der DFB-Bewerbungskommission für die Fußball-WM 2006 in Deutschland, bin Hammam ist Mitglied Katars im FIFA-Exekutivkomitee.
Umstritten ist die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar. Franz Beckenbauer (r.) traf 2000 Mohamed bin Hammam. Beckenbauer war...Foto: dpa

Noch hat die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien nicht einmal begonnen, da planen ARD und ZDF bereits die übernächste WM. Auch das Turnier 2022 aus Katar wollen sie übertragen. Der Fußball-Weltverband FIFA habe die Rechte an die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender vergeben, teilten NDR und ZDF am Montag mit.

Sublizenzen für Privatsender und Sky möglich

Damit sei sichergestellt, dass alle wichtigen Spiele der WM 2022 live im frei empfangbaren Fernsehen übertragen werden. Hierüber hätten sich die FIFA und SportA, die Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, verständigt. Unklar bleibt damit jedoch, ob wie jetzt aus Brasilien alle Spiele des Turniers bei ARD und ZDF zu sehen sein werden. Möglich wäre, dass einzelne Spiele auch Privatsendern oder dem Bezahlsender Sky angeboten werden. Die Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Finale dürften aber auf jeden Fall bei ARD und ZDF zu sehen sein. Ähnliche Pläne gibt es für die nächste Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, für die sich die Sender bereits vor zwei Jahren die Rechte gesichert hatten. Auch dieses Paket sieht vor, dass einzelne Spiele sublizensiert werden können.

Wie viel die Sender für die Übertragungsrechte aus Katar bezahlt haben, wurde nicht bekannt. Noch steht der Abschluss unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Die Vergabe des Turniers nach Katar ist umstritten

ZDF-Intendant Thomas Bellut zeigte sich zufrieden: „Nach Brasilien können die Zuschauer in Deutschland auch die nächsten beiden Turniere im frei empfangbaren TV und in der gewohnten hohen Qualität der Berichterstattung erleben“.

ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich über die Übertragungsrechte in Katar.
ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich über die Übertragungsrechte in Katar.Foto: ZDF

Der für Sportrechte bei der ARD federführende Intendant des BR, Ulrich Wilhelm, ergänzte: „Wie gewohnt werden ARD und ZDF sowohl von den WM-Spielen als auch über die politische, kulturelle und gesellschaftliche Situation intensiv berichten.“

Die Vergabe des in acht Jahren stattfindenden Turniers an das arabische Emirat ist weiterhin umstritten. sal/dpa

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