Gebühren : Mehr „Randsport“ bei ARD und ZDF

CDU-Mann Frank Steffel beklagt Fußball-Fixierung bei den Öffentlich-Rechtlichen.

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Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Frank Steffel will mehr „Randsport“-Athleten in den Fernsehprogrammen von ARD und ZDF sehen. Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete forderte die Sender auf, „statt Hunderte von Millionen unserer Gebühren für Fußball auszugeben, könnten ARD und ZDF Geld in die Übertragung von Turnwettkämpfen, Ruder-Rennen, Dressur-Meisterschaften, Hand- oder Volleyballspielen investieren“. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten müssten die Sportler in den „Randsportarten“ stärker unterstützen und fernab von den Olympischen Spielen mehr Sendezeit auf andere Sportarten als Fußball zu verwenden, schrieb Steffel, Mitglied des Sportausschusses im Bundestag und ehrenamtlicher Präsident des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin, in einem Beitrag für diese Zeitung.

Für Steffel ist es ausgemachte Sache, dass eine gewachsene Medienpräsenz der Schwimmer, Reiter und Leichtathleten diesen Effekt auslösen würde: „Dann werden unsere Athleten bekannter, bekommen mehr Werbeeinnahmen, können besser trainieren und holen in Rio de Janeiro mehr Medaillen für Deutschland.“ Der CDU-Politiker verwies darauf, dass Spitzensportler neben staatlicher Förderung Geld und Unabhängigkeit brauchen, um sich ganz auf ihre sportliche Entwicklung konzentrieren zu können. Mit Blick auf den telegenen Einnahmemillionär Usain Bolt schrieb Steffel: „Warum sollte das nicht auch bei unseren Sportlern klappen? Die Antwort: Weil man sie zu selten sieht.“ Das Gesicht von Sprintkönig Usain Bolt kenne jeder. Von den deutschen Medaillengewinnern hätten die meisten bis wenige Wochen vor Olympia noch nie etwas gehört.

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