Gute Quoten : Talks bei ARD und ZDF legen zu

Von Plasberg bis Jauch - die abendlichen Gesprächssendungen sind im Aufwärtstrend: Mehr Publikum durch Winter – und Wulff, so lautet das Erfolgsrezept.

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Moderator Frank Plasberg.
Moderator Frank Plasberg.Foto: dpa

Die niedrigen Quoten bei „Gottschalk live“ machen der ARD richtig Kummer. Aber nicht alles, was das Erste sich neu ins Programm setzt, muss zur Qual werden. Bei den fünf Talkshows, die seit September 2011 von Sonntag bis Donnerstag in der späten Abendschiene laufen, sind spürbare Aufwärtstendenzen messbar, wie eine Auswertung der ARD-Zuschauerforschung ergibt. Den deutlichsten Zuwachs nach der Weihnachtspause kann „Hart aber fair“ am Montag für sich verbuchen. Der Talk mit Frank Plasberg hatte vor dem Jahreswechsel pro Ausgabe 3,06 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 9,6 Prozent), danach kletterte der Wert auf 4,34 Millionen (MA: 13,1 Prozent). Da machte es sich bezahlt, die vor dem Talk laufende „Check“-Reihe (Lidl, McDonald’s) thematisch aufzunehmen.

Das Dienstagsangebot „Menschen bei Maischberger“ darf sich ebenfalls freuen: Von 1,56 Millionen ging es rauf auf 2,06 Millionen, beim Marktanteil von 10.9 auf 11,9 Prozent. Für „Anne Will“ sind die Zahlen – von 1,63 auf 1,82 Millionen (MA: 10,4/10,9) – ebenfalls erfreulich. Selbst der größte Verlierer seit Änderung der Sendeplätze, „Beckmann“, meldet jetzt 1,40 Millionen gegenüber 1,02 Millionen (MA: 8,2 zu 7,6 Prozent). „Günther Jauch“, schon 2011 mit 4,52 Millionen Zuschauern im Schnitt der Spitzenreiter (MA: 15,6 Prozent), konnte die Quote auf 4,82 Millionen Zuschauer steigern.

Was für das Erste gilt, gilt auch für „Maybrit Illner“ im Zweiten. Der Zuspruch kletterte von 2,29 auf 2,87 Millionen (MA: von 11,2 auf 12,7 Prozent).

Natürlich wird zu dieser Jahreszeit deutlich mehr ferngesehen als in Spätsommer und Frühherbst. So sind die gestiegenen Quoten auch saisonal bedingt. Dass der Aufwärtstrend aber stimmt, zeigt der saisonal unabhängige Marktanteil, der quer durchs Genre gewachsen ist. Den Bundespräsidenten wird es gar nicht freuen, doch als Dauerthema bringt er den Talkshows Publikum.

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